Ja die letzten Tagen und Wochen haben einiges Neues ergeben. Dazu aber später. Erst einmal von der Arbeit: Ich hatte erst 7 Tage frei und habe nun am Wochenende gearbeitet. Die beiden Dienste waren mehr als ruhig, um es von der finanziellen Seite des Krankenhaus zu sagen "Zu wenig Patienten und zu viel Personal". Wir waren 3 Staff Nurses bei 5 Patienten. Nurse in Cargo hat eine/einen und wir hatten je zwei. Man kann da natürlich dann die ganze andere Arbeit schnell machen, wie Crash Trollet checken, alles auf Hochglanz putzen (ach ja, 2-3 Putzfrauen für die Ebene sind auch jeden Tag da) und BBC iPlayer gucken, den es leider nicht in Deutschland zu schauen gibt :( Weil der ist echt gut. Der Nursing Admin/Manager, der das ganze Krankenhaus betreut wollte von uns die Web History einsehen, was er auch darf und getan hat, aber meckern konnte er nicht HAHA , denn alles war gemacht. Aus Lageweile hat die Nurse in Charge die Telefonliste der Station und viel anderen Doku Kram der nicht unsere Aufgabe ist gemacht, ich habe alle Trollys, Trays, Dinamaps und Fläschen gewischt und mich Stunden mit Patienten unterhalten und Wünsche erfüllt... da war der Manager dann ein bissl sprachlos. Jaja, erst meckern und dann... ;)
In letzter Zeit sind wirklich zu wenige Patienten. Und das obwohl die Onkologie extra 5 oder 6 Stellen ausgeschrienen hat und 3 erst davon besetzt sind und ich und eine Schweizerin das Krankenhaus verlassen. Aber der nursing Admin meinte gestern, das is immer so erstmal, "da wirbt man Personal gross an, dann ist nix zu tun". Aber das Krankenhaus entlässt deshalb keinen, weil jeden Tag sich die Situation ändern kann. Schnell sind mal 5-8 Selbstzahler aus Dubai da und wollen bei uns behandelt werden, die lassen dann genug Geld da das man uns durch bezahlen kann. Zudem gabs ne Gehaltserhöhung und das Outpatient Department (Tagesklinik) macht zur Zeit so viel Umsatz das wohl die Zahlen gehalten werden.
In letzter Zeit sterben meiner Meinung nach nur ein bissl viel Patienten bei uns, weil viele keinen kurzfristigen Hospitzplatz bekommen. Und dann habe ausgerechnet auch ich die Patienten zu betreuen, was noch nicht so schlecht ist, da wenn die Patienten dann sterben, ich meistens im OFF bin oder Gegengesetzten Dienst.
Gekündigt habe ich meine Arbeitsstelle auch vor 2 Wochen, weil ich einen Studienplatz in Deutschland bekommen habe (NICHT Medizin!). Somit ist es auch hinfällig zu sagen wie der angestrebte Job in der Hämatologie der Uniklinik London werden wird. Die fanden es nicht ganz so schön das ich abgesagt habe. Muss auch an mich denken :)
Ich wünsche euch ne schöne Woche, mir geht's wieder besser, nachdem ich heute Mittag gekotzt habe weil ich irgendwas falsches gegessen habe. Aber jetzt geht's mir wieder besser, so gut das ich mal was raus muss :)
Bis bald,
Dave
Montag, 25. Juli 2011
Dienstag, 12. Juli 2011
Days and Nights
Die letzten Tage waren ein bissl anstrengend. Hatte 4 Nächte, dann den Tag frei an dem ich aus der Nacht kam und dann 2 Long Days und eine Nacht wieder. Ätzend.
Die Nächte waren ruhig genug um lange Pause machen zu können, aber zur Zeit haben wir auf Station sehr oft Patienten im Endstadium. In der vierten Nacht ist eine Patientin gestorben, mit Lungen Krebs und in der ersten musste ein Patient am Ende unseren Nachtdienstes (also der Tagdienst hat gerade übernommen) reanimiert werden, obwohl er NFR war (Keine Rea, keine Intensivmaßnahmen). Da aber gerade zu diesem Zeitpunkt der Consultant da war und die Familie viel Stress gemacht hat (geschrien und gefleht was zu tun), wurde vom Consultant entschieden Reanimationsmaßnahmen zu betreiben. Und wenn man damit dann dummerweise anfängt kann man auch nicht mehr sagen das man den Patienten nicht auf Intensiv verlegt; - also kam er auch auf die Intensiv wo er zeitweise auch weiter reanimiert worden ist und nun ist er bis gestern zwar noch am Leben gewesen aber intubiert und man weiß nicht genau was sein Brain sagt.
Der Zustand des Patienten verschlechterte sich schon die Tage davor zusehends, und sein Sp02 Wert sank ohne Oxygen ziemlich schnell auf teils 65% und in seiner Hypoxie hat er Sauerstoff abgelehnt. Dann musste er fast schon gezwungen werden Sauerstoff zu tragen, weil er selbst nicht mehr zurechnungsfähig war. Zudem ist er arabisch, das heisst die Familie muss immer mit betreut werden mehr als bei europäischen Familien würde ich sagen. Und zudem waren Sie gegen die NFR Maßnahmen, was Sie in der Regel immer sind weil die die Hoffnung nie aufgeben, auch wenn der Patient gerade reanimiert werden.
In der vierten Nacht die Patientin ist friedlich gestorben. Auch deren Zustand hat sich zu sehends extrem verschlechtert und hat Sauerstoff immer wieder abgezogen so das man Sie dann minutenlang dazu überzeugen musste den Sauerstoff zu akzeptieren. Einfach war das nicht. Unser Ziel bei Ihr war es, wie eigentlich bei dem arabischen Patienten auch, die Patientin so komfortabel und painfree zu bekommen wie möglich. Das war Sie bis zu Ihrer letzten Minute auch, und das sogar ohne Medikamente, soweit wir das beurteilen konnte. Der Ehemann hat auch die letzte Nacht bei der Patientin im Zimmer geschlafen und die Familie ist in der Nacht eingetroffen um Abschied zu nehmen. Das war schön! Ein emotional, aber friedlicher und freundlicher Abschied!
In meiner letzten Nacht nach den 4 Nächten und den Tagdiensten, hatte ein mir vorher bekannte Patient sich ebenfalls auch sehr verschlechtert. In einigen Posts before in diesem Blog habe ich den EWS Score erklärt. "Meinen" Patienten habe ich mit einem Score von 2 übernommen und den mit 6 übergeben müssen. Aber auch mit dem Score von 2 war er schon kritisch, weil die Leber und Renal Werte ziemlich down waren:
Urea 28.9
Crea 227
Bili 6.2
alle Transferase ums teils bis 4 fache des maximal Wertes gestiegen
und die fluid balance war mit 2409 im plus und das trotz 120mg Furosemid i.v. in 24Stunden, sprich, der Patient hatte teilweise weniger als 10ml die Stunde ausgescheiden und als wir wegen der hohen Bilanz die Flüssigkeitszufuhr I.V. gestopppt haben, war das ausscheiden NULL. Also bekam er wieder ein bissl fluids. Der Patient ist aber NFR, und die Familie ist aufgeklärt und hat es akzeptiert genau wie der Patient selbst. Diesen Kampf mit seiner Krankheit und den Nebeneffekten können wir gar nicht gewinnen. Desswegen ist auch unser Ziel, ihn komfortabel als möglich zu machen. Bei Schmerzen Schmerzmittelgabe, bei Luftnot/ Angstzuständen ebenfalls Meds Gabe wie z.B. Midazolam.
Patient hatte zudem wenige Tage vorher 6 units of blood bekommen weil er einen HB von weniger als 5 hatte. In der Endoskopie hat man eine GI Blutung festgestellt. Nach den 5 units hatte er gerade mal einen HB von "6". Das ist nicht viel nach so viel Blut.
Nach meinem Nachtdienst, konnte ich Ihn wie gesagt noch übergeben an den Tagdienst, allerdings mit einem EWS von 6. Patient hatte die Nacht aber weder Schmerzen noch unwohl sein. Aber gut sah er nicht aus. Schlechte Gesichtsfarbe, Blutkreislauf ist zentralisiert gewesen und Patient sehr schläfrig.
Joar... das wars erstmal :)
Die Nächte waren ruhig genug um lange Pause machen zu können, aber zur Zeit haben wir auf Station sehr oft Patienten im Endstadium. In der vierten Nacht ist eine Patientin gestorben, mit Lungen Krebs und in der ersten musste ein Patient am Ende unseren Nachtdienstes (also der Tagdienst hat gerade übernommen) reanimiert werden, obwohl er NFR war (Keine Rea, keine Intensivmaßnahmen). Da aber gerade zu diesem Zeitpunkt der Consultant da war und die Familie viel Stress gemacht hat (geschrien und gefleht was zu tun), wurde vom Consultant entschieden Reanimationsmaßnahmen zu betreiben. Und wenn man damit dann dummerweise anfängt kann man auch nicht mehr sagen das man den Patienten nicht auf Intensiv verlegt; - also kam er auch auf die Intensiv wo er zeitweise auch weiter reanimiert worden ist und nun ist er bis gestern zwar noch am Leben gewesen aber intubiert und man weiß nicht genau was sein Brain sagt.
Der Zustand des Patienten verschlechterte sich schon die Tage davor zusehends, und sein Sp02 Wert sank ohne Oxygen ziemlich schnell auf teils 65% und in seiner Hypoxie hat er Sauerstoff abgelehnt. Dann musste er fast schon gezwungen werden Sauerstoff zu tragen, weil er selbst nicht mehr zurechnungsfähig war. Zudem ist er arabisch, das heisst die Familie muss immer mit betreut werden mehr als bei europäischen Familien würde ich sagen. Und zudem waren Sie gegen die NFR Maßnahmen, was Sie in der Regel immer sind weil die die Hoffnung nie aufgeben, auch wenn der Patient gerade reanimiert werden.
In der vierten Nacht die Patientin ist friedlich gestorben. Auch deren Zustand hat sich zu sehends extrem verschlechtert und hat Sauerstoff immer wieder abgezogen so das man Sie dann minutenlang dazu überzeugen musste den Sauerstoff zu akzeptieren. Einfach war das nicht. Unser Ziel bei Ihr war es, wie eigentlich bei dem arabischen Patienten auch, die Patientin so komfortabel und painfree zu bekommen wie möglich. Das war Sie bis zu Ihrer letzten Minute auch, und das sogar ohne Medikamente, soweit wir das beurteilen konnte. Der Ehemann hat auch die letzte Nacht bei der Patientin im Zimmer geschlafen und die Familie ist in der Nacht eingetroffen um Abschied zu nehmen. Das war schön! Ein emotional, aber friedlicher und freundlicher Abschied!
In meiner letzten Nacht nach den 4 Nächten und den Tagdiensten, hatte ein mir vorher bekannte Patient sich ebenfalls auch sehr verschlechtert. In einigen Posts before in diesem Blog habe ich den EWS Score erklärt. "Meinen" Patienten habe ich mit einem Score von 2 übernommen und den mit 6 übergeben müssen. Aber auch mit dem Score von 2 war er schon kritisch, weil die Leber und Renal Werte ziemlich down waren:
Urea 28.9
Crea 227
Bili 6.2
alle Transferase ums teils bis 4 fache des maximal Wertes gestiegen
und die fluid balance war mit 2409 im plus und das trotz 120mg Furosemid i.v. in 24Stunden, sprich, der Patient hatte teilweise weniger als 10ml die Stunde ausgescheiden und als wir wegen der hohen Bilanz die Flüssigkeitszufuhr I.V. gestopppt haben, war das ausscheiden NULL. Also bekam er wieder ein bissl fluids. Der Patient ist aber NFR, und die Familie ist aufgeklärt und hat es akzeptiert genau wie der Patient selbst. Diesen Kampf mit seiner Krankheit und den Nebeneffekten können wir gar nicht gewinnen. Desswegen ist auch unser Ziel, ihn komfortabel als möglich zu machen. Bei Schmerzen Schmerzmittelgabe, bei Luftnot/ Angstzuständen ebenfalls Meds Gabe wie z.B. Midazolam.
Patient hatte zudem wenige Tage vorher 6 units of blood bekommen weil er einen HB von weniger als 5 hatte. In der Endoskopie hat man eine GI Blutung festgestellt. Nach den 5 units hatte er gerade mal einen HB von "6". Das ist nicht viel nach so viel Blut.
Nach meinem Nachtdienst, konnte ich Ihn wie gesagt noch übergeben an den Tagdienst, allerdings mit einem EWS von 6. Patient hatte die Nacht aber weder Schmerzen noch unwohl sein. Aber gut sah er nicht aus. Schlechte Gesichtsfarbe, Blutkreislauf ist zentralisiert gewesen und Patient sehr schläfrig.
Joar... das wars erstmal :)
Donnerstag, 30. Juni 2011
Zwei Prozent
Auch wenn meine Tage bald gezählt sind (Denn Ewigkeiten werde ich hier nicht mehr bleiben - Ich hoffe das liest meine Chefin net), freue ich mich wenigstens noch, die kleine Gehaltserhöhung mit zu nehmen. Reich wird man dadurch net, aber besser als nix.
Die erste Nacht von vieren war okay, hatte Zeit genug meine SGD Unterlagen durch zu lesen und Aufgaben zu lösen und im Netz zu surfen und Cola zu trinken und zu quatschen... Was habe ich die letzte Nacht getan... ?? Ach ja, um 8-10pm und um 8am Medis verteilt und was in die Patient Notes geschrieben. Das wars. Vieleicht wird kommende Nacht heute spannender...
Grüße
Dave
Die erste Nacht von vieren war okay, hatte Zeit genug meine SGD Unterlagen durch zu lesen und Aufgaben zu lösen und im Netz zu surfen und Cola zu trinken und zu quatschen... Was habe ich die letzte Nacht getan... ?? Ach ja, um 8-10pm und um 8am Medis verteilt und was in die Patient Notes geschrieben. Das wars. Vieleicht wird kommende Nacht heute spannender...
Grüße
Dave
Dienstag, 31. Mai 2011
Nix besonderes... Nur Gurken und so...
Der Tag heute war... durchwachsen. Die Nurse in Charge hat heute eine weniger günstige Entscheidung getroffen, die zum Glück nicht in die Hose gegangen ist.
Neuerdings wird Team Nursing auf unserer Station betrieben was meiner Meinung nach Schwachsinn ist, vor alle veraltet,.. aber ich akzeptiere dies. Aber die Nurse in Charge hat mich mit einer Bank Nurse ins Team gepackt, die kaum bis null Onko Erfahrung hat und ich als relativ Neuer. Glück für die Nurse in Charge das nix passiert ist, denn die darf die Kacke dann aus baden! So ist das in England. Vorgesetzte haften für Ihre Mitarbeiter (und das oft zurecht). Ach, habe ich erwähnt das dann die Bank Nurse ab 16.ooh frei hatte und ich keinen Ersatz bekommen habe? Verantwortung is net immer fein :( Aber meine Patienten waren nett heute. Haben kaum "Ärger" gemacht ;-) Im Gegenteil. Keiner hat Blut bekommen (denn das bedeutet gute Arbeit für mich) und auch die Infusionen hielten sich sehr in Grenzen... hatte KEINE :D , denn der Patient der eigentlich eine hatte, hat sich selbst abgestöpselt. Tja, jetzt muss er selbst trinken :D
Was mir heute wieder aufgefallen ist, das die meisten arabischen Patienten, eine wunderbare intakte Familie haben. Erstens haben die im Vergleich zu uns "Weißen" mehr Besucher, werden mehr verwöhnt (meistens mit Essen) und auch der Familienzusammenhalt ist fast immer um einiges Besser als bei uns. Das gefällt mir schon ganz gut. Da braucht sich der 75jährige Araber keine Sorgen machen wenn wir den nach Hause entlassen. Für ihn wird gesorgt, mit allen (auch einfachen) Mitteln. Bewundernswert, ehrlich!
Und ein Patient wurde (in meine Gruppe) heute aufgenommen. Die Welt ist klein! Wieso? Hab ich schonmal betreut, aber in Deutschland ;-) Der Bruder des Patienten kannte mich sogar noch. Die Welt ist klein klein klein...
Die Engländer berichten übrigends auch über die Gurken-Problematik in Deutschland. Wärend die deutschen Medien die Spanier verantwortlich machen, fragen sich die Engländer warum ausgerechnet nur in Deutschland die Toten zu verzeichnen sind und die meisten Infektionen. Ich esse hier weiter Salat :) Gibt übrigends auch zwei Fälle in England, das sind aber deutsche die vor kurzem noch auf deutschen Boden waren... Ich bins nicht ! :-D
Grüße an alle,
bis die Tage!
Dave
Neuerdings wird Team Nursing auf unserer Station betrieben was meiner Meinung nach Schwachsinn ist, vor alle veraltet,.. aber ich akzeptiere dies. Aber die Nurse in Charge hat mich mit einer Bank Nurse ins Team gepackt, die kaum bis null Onko Erfahrung hat und ich als relativ Neuer. Glück für die Nurse in Charge das nix passiert ist, denn die darf die Kacke dann aus baden! So ist das in England. Vorgesetzte haften für Ihre Mitarbeiter (und das oft zurecht). Ach, habe ich erwähnt das dann die Bank Nurse ab 16.ooh frei hatte und ich keinen Ersatz bekommen habe? Verantwortung is net immer fein :( Aber meine Patienten waren nett heute. Haben kaum "Ärger" gemacht ;-) Im Gegenteil. Keiner hat Blut bekommen (denn das bedeutet gute Arbeit für mich) und auch die Infusionen hielten sich sehr in Grenzen... hatte KEINE :D , denn der Patient der eigentlich eine hatte, hat sich selbst abgestöpselt. Tja, jetzt muss er selbst trinken :D
Was mir heute wieder aufgefallen ist, das die meisten arabischen Patienten, eine wunderbare intakte Familie haben. Erstens haben die im Vergleich zu uns "Weißen" mehr Besucher, werden mehr verwöhnt (meistens mit Essen) und auch der Familienzusammenhalt ist fast immer um einiges Besser als bei uns. Das gefällt mir schon ganz gut. Da braucht sich der 75jährige Araber keine Sorgen machen wenn wir den nach Hause entlassen. Für ihn wird gesorgt, mit allen (auch einfachen) Mitteln. Bewundernswert, ehrlich!
Und ein Patient wurde (in meine Gruppe) heute aufgenommen. Die Welt ist klein! Wieso? Hab ich schonmal betreut, aber in Deutschland ;-) Der Bruder des Patienten kannte mich sogar noch. Die Welt ist klein klein klein...
Die Engländer berichten übrigends auch über die Gurken-Problematik in Deutschland. Wärend die deutschen Medien die Spanier verantwortlich machen, fragen sich die Engländer warum ausgerechnet nur in Deutschland die Toten zu verzeichnen sind und die meisten Infektionen. Ich esse hier weiter Salat :) Gibt übrigends auch zwei Fälle in England, das sind aber deutsche die vor kurzem noch auf deutschen Boden waren... Ich bins nicht ! :-D
Grüße an alle,
bis die Tage!
Dave
Freitag, 27. Mai 2011
Dritte Nacht und ein Todesfall
In meiner dritten von vieren, ist leider um kurz nach 23h einer meiner Patienten (erwartet) gestorben. Innerhalb von drei Tagen hat sich sein Gesamtzustand verschlechtert. Mich wundert es jedesmal, auch wenn wir es eigentlich erwarten weil Laborwerte und Zustand des Patienten sich verschlechtern, wie schnell es manchmal geht.
Der Patient war auch die letzten beiden Nächte "mein" Patient und in der ersten Nacht konnte er noch mit mir ein bissl sprechen, in der zweiten schon gar nicht mehr, aber immerhin auf lautes zurufen reagieren. Vergangene Nacht sah man ihm mehr als deutlich an, das er nur noch wenige Stunden hat. Obwohl die Ehefrau aufgeklärt worden ist, war Sie so nervös und durch den Wind, das Sie alle Verwandten nach Hause geschickt hat, mit dem Vermekr morgen früh doch wiederzukommen, weil dann die ganze Familie ausgeruhter ist und zusammen am Bett sitzen kann. Unser zureden war leider ohne Erfolg. So wie ich das aus meiner Sicht beurteilen kann, scheint der Patient (Leber CA mit Metastasen) ohne Schmerzen gestorben zu sein. Zwar brodelte er durch Wassereinlagerungen in der Lunge, aber er sah schmerzlos und unverkrampft aus (meine Sicht!!).
Da das Krankenhaus nicht über eine Kältekammer verfügt, werden Verstorbene so zügig es geht gewaschen und dann einer Gesellschaft, die Verstorbene "aufbewahren", übergeben. Natürlich haben die Angehörige noch Zeit sich in Ruhe zu verabschieden, und dies auch 2-3 Stunden. Für mich war es schon vergangenes Jahr, als ich bei Harley Street gearbeitet habe, seltsam, Verstorbene in einen Plastiksack zu stecken. Ich kenne es nur von dem evK Bergisch Gladbach, ev Bonn und der Uniklinik, das man die Patienten im Bett, in einen vorgesehenen Raum (Kühlkammer) bringt. Schon merkwürdiges Gefühl wie es sich anhört wenn der Reissverschluss um den Patienten zugeht..
Dann hatte diesmal wieder ein Patient, kurz nachdem der eine verstorben ist, Brustschmerzen mit angeblicher Luftnot. Na toll! EKG geschrieben, Vitalzeichenkontrolle, den Arzt geholt, Nurse in Charge informiert... EKG unauffällig, SpO2 perfekt auch ohne O2 aber aus psychischen Gründen mal 2-3 Liter gegeben, normaler Blutdruck, nicht tachycard und er verweigerte jede Schmerzmittel... na dann nicht. Grunderkrankung ist, wenn ich mich recht entsinne, Lungen CA mit Metastasen auch im Kopf. Also werde ich mal lieber nicht zickig hier :-)
Ab 0.30 etwa, war die Nacht dann ruhig. Konnte meine großzügige Pause in Ruhe geniessen, durfte zwar wieder mal eine Stunde bei einer Patienten Wache schieben, als die Health-Care-Asst. Pause machte, aber in der Zeit habe ich Cola mit Eis getrunken und Two and a Half Man geschaut auf Viva, nachdem ich nur etwa 10min South Park geguckt habe.
Das war eigentlich das Interessanteste von der Nacht. Hatte ein neues arabisches Wort eigentlich gelernt, aber schon wieder vergessen :-D
So, tschau ich bin raus bis die Tage!
Der Dave
Der Patient war auch die letzten beiden Nächte "mein" Patient und in der ersten Nacht konnte er noch mit mir ein bissl sprechen, in der zweiten schon gar nicht mehr, aber immerhin auf lautes zurufen reagieren. Vergangene Nacht sah man ihm mehr als deutlich an, das er nur noch wenige Stunden hat. Obwohl die Ehefrau aufgeklärt worden ist, war Sie so nervös und durch den Wind, das Sie alle Verwandten nach Hause geschickt hat, mit dem Vermekr morgen früh doch wiederzukommen, weil dann die ganze Familie ausgeruhter ist und zusammen am Bett sitzen kann. Unser zureden war leider ohne Erfolg. So wie ich das aus meiner Sicht beurteilen kann, scheint der Patient (Leber CA mit Metastasen) ohne Schmerzen gestorben zu sein. Zwar brodelte er durch Wassereinlagerungen in der Lunge, aber er sah schmerzlos und unverkrampft aus (meine Sicht!!).
Da das Krankenhaus nicht über eine Kältekammer verfügt, werden Verstorbene so zügig es geht gewaschen und dann einer Gesellschaft, die Verstorbene "aufbewahren", übergeben. Natürlich haben die Angehörige noch Zeit sich in Ruhe zu verabschieden, und dies auch 2-3 Stunden. Für mich war es schon vergangenes Jahr, als ich bei Harley Street gearbeitet habe, seltsam, Verstorbene in einen Plastiksack zu stecken. Ich kenne es nur von dem evK Bergisch Gladbach, ev Bonn und der Uniklinik, das man die Patienten im Bett, in einen vorgesehenen Raum (Kühlkammer) bringt. Schon merkwürdiges Gefühl wie es sich anhört wenn der Reissverschluss um den Patienten zugeht..
Dann hatte diesmal wieder ein Patient, kurz nachdem der eine verstorben ist, Brustschmerzen mit angeblicher Luftnot. Na toll! EKG geschrieben, Vitalzeichenkontrolle, den Arzt geholt, Nurse in Charge informiert... EKG unauffällig, SpO2 perfekt auch ohne O2 aber aus psychischen Gründen mal 2-3 Liter gegeben, normaler Blutdruck, nicht tachycard und er verweigerte jede Schmerzmittel... na dann nicht. Grunderkrankung ist, wenn ich mich recht entsinne, Lungen CA mit Metastasen auch im Kopf. Also werde ich mal lieber nicht zickig hier :-)
Ab 0.30 etwa, war die Nacht dann ruhig. Konnte meine großzügige Pause in Ruhe geniessen, durfte zwar wieder mal eine Stunde bei einer Patienten Wache schieben, als die Health-Care-Asst. Pause machte, aber in der Zeit habe ich Cola mit Eis getrunken und Two and a Half Man geschaut auf Viva, nachdem ich nur etwa 10min South Park geguckt habe.
Das war eigentlich das Interessanteste von der Nacht. Hatte ein neues arabisches Wort eigentlich gelernt, aber schon wieder vergessen :-D
So, tschau ich bin raus bis die Tage!
Der Dave
Donnerstag, 26. Mai 2011
Night Two
Zweite Nacht war definitiv ruhiger,
kein wirklicher Notfall. Dem Patienten mit dem Verdacht auf Herzinfarkt geht es gut, hatte auch wohl keinen Herzinfarkt, sondern die knapp mehr als 2000 mls Wasser in der Brust/ Lunge haben die Beschwerden ausgelöst.
Dafür durfte ich insgesamt 4 Stunden von meinen 12 Stunden bei 2 Patienten die Nacht im Zimmer rumsitzen und aufpassen das die nicht aus dem Bett springen... das kann auch anstrengend sein :-D War aber eher echt öde. Bei einer Patientin saß ich "nur" eine Stunde und habe auf BBC3 American Dad zwei Folgen geguckt und bei einem anderen Patienten (Leber CA mit Mets) war schon mehr zu tun. Der wollte immer aus dem Bett, hatte eine Sättigung ohne O2 bei 88-90% und wollte sich später dann auch immer die Maske runterreissen. Das war dann echt nervend. Aufsetzen, er setzt ab, Aufsetzen, er setzt an.... und das drei Stunden und 20mg Midazolam und 1mg Lorazepam haben NICHT geholfen. Ich wär bei 2,5mg Midazolam schon im Reich der Träume.
Sonst war die Nacht ruhig. Noch diese Nacht (3), dann den Ausschlaftag frei und dann noch ne Nacht. Der Dienstplanschreiber hat echt net aufgepasst. Dann zwei Tage frei dann drei Tagdienste... happy (nicht wirklich).
So, das wars.. tschau ich bin raus!
Bis die Tage !
kein wirklicher Notfall. Dem Patienten mit dem Verdacht auf Herzinfarkt geht es gut, hatte auch wohl keinen Herzinfarkt, sondern die knapp mehr als 2000 mls Wasser in der Brust/ Lunge haben die Beschwerden ausgelöst.
Dafür durfte ich insgesamt 4 Stunden von meinen 12 Stunden bei 2 Patienten die Nacht im Zimmer rumsitzen und aufpassen das die nicht aus dem Bett springen... das kann auch anstrengend sein :-D War aber eher echt öde. Bei einer Patientin saß ich "nur" eine Stunde und habe auf BBC3 American Dad zwei Folgen geguckt und bei einem anderen Patienten (Leber CA mit Mets) war schon mehr zu tun. Der wollte immer aus dem Bett, hatte eine Sättigung ohne O2 bei 88-90% und wollte sich später dann auch immer die Maske runterreissen. Das war dann echt nervend. Aufsetzen, er setzt ab, Aufsetzen, er setzt an.... und das drei Stunden und 20mg Midazolam und 1mg Lorazepam haben NICHT geholfen. Ich wär bei 2,5mg Midazolam schon im Reich der Träume.
Sonst war die Nacht ruhig. Noch diese Nacht (3), dann den Ausschlaftag frei und dann noch ne Nacht. Der Dienstplanschreiber hat echt net aufgepasst. Dann zwei Tage frei dann drei Tagdienste... happy (nicht wirklich).
So, das wars.. tschau ich bin raus!
Bis die Tage !
Mittwoch, 25. Mai 2011
EWS in Real Life
Letzte Nacht war weniger gut.
Kurz nach 22.ooh meldete sich ein Patient mit beginnenden Brustschmerzen, Hitzgefühl hatte er schon vorher (aber kein Fieber) und erschwerte Atmung. Auch Schmerzen in den Armen gab der Patient an, aber in beiden.
Kurze Zeit später war der EWS Score auch 5 (auf dem Höhepunkt sogar 6) - BP 200/100, Tachycardic mit 114, Sättigung bei 90 und später 88 bei 5 Litern Sauerstoffgabe über normale Maske und Schmerzen.
Ich habe direkt ein EKG geschrieben, Arzt informiert und alle 15 Minuten die erste Stunde Vitalzeichen kontrolliert. Nurse in Charge wurde selbstverständlich auch sofort informiert, war aber dann mit meinen Patienten beschäftigt dann, damit ich den Notfall "bearbeiten" konnte. Der Arzt konnte erst nicht kommen, da er noch 6 andere "Notfälle" vorher hatte, aber nachdem ich alle Beschwerden aufgezeigt habe, war er 1 Minute später doch da. Geht doch!
Es wurde sehr schnell eine Intensiv Ärztin dazugeholt, weil man als erstes versucht, den/die PatientenIn auf Station zu stabilisieren, da durch eine 1-1 Betreuung, Intensiv Betten sehr rar sind. Nach 4 Stunden ging es dem Patienten um einiges besser und um 6 Uhr morgends gings ihm blendend. Auf gut deutsch, ich habe meine Nacht einem Patienten gewidmet und meine beiden anderen abgegeben sozusagen.
Was wurde alles gemacht ?
- Blut wurde um 23.ooh und 6.ooh entnommen
- X-Ray chest, zeigte viel freie Flüssigkeiten im Brustbereich -> bekam daurauf hin auch 40mg Furosemid und schied über 3000ml die Nacht über aus und war dann auch in einer ausgeglichenen IN/OUT Bilanz
- um einfacher Auszuscheiden hat Patient einen Katheder bekommen
- 4 Hübe Blutdrucksenker insgesamt
- Schmerzmittel
- EKG am Anfang, zeigte alte kardiologische Ereignisse, es war unklar und wohl nicht ganz zu sehen, ob Patient einen Herzinfarkt hatte oder nicht
Ja, das war die erste von 4 Nächten :(
Ab gehts zur Nächsten
CU
Kurz nach 22.ooh meldete sich ein Patient mit beginnenden Brustschmerzen, Hitzgefühl hatte er schon vorher (aber kein Fieber) und erschwerte Atmung. Auch Schmerzen in den Armen gab der Patient an, aber in beiden.
Kurze Zeit später war der EWS Score auch 5 (auf dem Höhepunkt sogar 6) - BP 200/100, Tachycardic mit 114, Sättigung bei 90 und später 88 bei 5 Litern Sauerstoffgabe über normale Maske und Schmerzen.
Ich habe direkt ein EKG geschrieben, Arzt informiert und alle 15 Minuten die erste Stunde Vitalzeichen kontrolliert. Nurse in Charge wurde selbstverständlich auch sofort informiert, war aber dann mit meinen Patienten beschäftigt dann, damit ich den Notfall "bearbeiten" konnte. Der Arzt konnte erst nicht kommen, da er noch 6 andere "Notfälle" vorher hatte, aber nachdem ich alle Beschwerden aufgezeigt habe, war er 1 Minute später doch da. Geht doch!
Es wurde sehr schnell eine Intensiv Ärztin dazugeholt, weil man als erstes versucht, den/die PatientenIn auf Station zu stabilisieren, da durch eine 1-1 Betreuung, Intensiv Betten sehr rar sind. Nach 4 Stunden ging es dem Patienten um einiges besser und um 6 Uhr morgends gings ihm blendend. Auf gut deutsch, ich habe meine Nacht einem Patienten gewidmet und meine beiden anderen abgegeben sozusagen.
Was wurde alles gemacht ?
- Blut wurde um 23.ooh und 6.ooh entnommen
- X-Ray chest, zeigte viel freie Flüssigkeiten im Brustbereich -> bekam daurauf hin auch 40mg Furosemid und schied über 3000ml die Nacht über aus und war dann auch in einer ausgeglichenen IN/OUT Bilanz
- um einfacher Auszuscheiden hat Patient einen Katheder bekommen
- 4 Hübe Blutdrucksenker insgesamt
- Schmerzmittel
- EKG am Anfang, zeigte alte kardiologische Ereignisse, es war unklar und wohl nicht ganz zu sehen, ob Patient einen Herzinfarkt hatte oder nicht
Ja, das war die erste von 4 Nächten :(
Ab gehts zur Nächsten
CU
Dienstag, 24. Mai 2011
Study Day
Gestern hatte ich einen Study Day, mit dem Thema EWS. EWS steht für Early Warning Scoring. Dies ist ein Dokument, das in jeder Akte/ Kladde des Patienten ist und in diesem alle Vitalzeichen eingetragen werden. Unter jedem (kompletten) Eintrag der Vitalzeichen (Puls, Blutdruck, SpO2, Temperatur, Schmerz..), muss man ein "scoring" machen.
Beispiel: BP 200/100 , P 85, Temp 37,3 , Spo2 96%
Nach der oben sichtbaren Tabelle hätte der Patient einen EWS Score von 3. Das bedeutet, das die Pflegekraft den Patienten generell im Auge behalten sollte und ggf. einen Arzt dazurufen muss. Die EWS Dokumentation ist dafür da, die Pflegekraft zu unterstützen, so früh wie möglich zu erkennen, ob ein Patient sich vom Zustand verschlechtert. Das ist besonders gut, wenn man bissl kopflos ist, nicht konzentriert genug oder zu viele Patienten hat und den Überblick verliert.
Wenn ein Patient, nach OP, einen Puls von 110 hat, BP von 90-40, dann ist der EWS auch 3, aber durch die OP könnte der Patient post-OP einbluten gerade. Also sofort Arzt anrufen!
Zudem wurden wir bei dem Study Day sensibilisiert, wann man Oxygen einem Patienten gibt und wieviel sinnvoll ist. Wieviel % Sauerstoff zB eine Maske max geben kann und wieviel eine Nasensonde. Eine Nasensonde zB, kann keine 12-15Liter Sauerstoff geben. Eine Nasensonde ist bis 4L Sauerstoff sinnvoll, alles danach sollte man mit einer Maske regeln.
Man gibt in London übrigends keinen Sauerstoff mehr mal eben wenn der Patient schwer atmet oder einen Unfall hatt oder sich schlecht fühlt und die Sättigung 94% oder mehr ist, da es laut Mediziner keinen Effekt hat ob die Sättigung 94 oder 97% ist.
Am Anfang des Tages mussten wir einen Zeitungsartikel lesen, der den Unterricht zur EWS Dokumentation eingeleitet hat. Ein 31 Jähriger Patient ist 2000 durch mangelnde Aufmerksamkeit seitens der Ärzte und auch der leitenden Pflegekräfte gestorben und 2006 musste das Krankenhaus 100000 Pfund Strafe zahlen und die Ärzte wurden 18 Monate mit einem Arbeitsverbot des Gerichts belegt und vom Krankenhaus gefeuert. Auch die Pflegeleitung hat was abbekommen, da Pfleger/Schwestern einiges Dokumentiert hatten, aber kein Gehör. Durch die EWS Doku, ist alles rechtskräftiger und wenn kein Vorgesetzter was macht, dann gibts Rambazamber!
Was war da noch, ach ja, ein ABCDE Dokument;
A-Airway
B-Breathing
C-Circulation
D-Disability
E-Exposure
Das ist ein Assessment, in dem man Probleme den normal Zustand der jeweiligen Punkte aufzählt und dann schaut in welchem Punkt der Patient ein Problem hat und dann interveniert.
Wir sollen nach dem Tag auch die Normwerte der Vitalzeichen halt wissen. Um auch ohne EWS Chart arbeiten zu können, zB wenn mir jemand einen Wert über den Flur zuruft, ich im Kopf dann eins zu eins umrechnen kann. Man soll zwar bei Unsicherheiten einen Arzt rufen, aber die Pflegekräfte regeln vieles ohen Ärzte und wenn ich immer bei jeder Kleinigkeit den Arzt hole, dann kommt das hier nicht gut.
So, das wars erstmal. Jetzt muss ich zum Nachtdienst (1/4) :-(
Viele Grüße aus London,
Dave
Beispiel: BP 200/100 , P 85, Temp 37,3 , Spo2 96%
Nach der oben sichtbaren Tabelle hätte der Patient einen EWS Score von 3. Das bedeutet, das die Pflegekraft den Patienten generell im Auge behalten sollte und ggf. einen Arzt dazurufen muss. Die EWS Dokumentation ist dafür da, die Pflegekraft zu unterstützen, so früh wie möglich zu erkennen, ob ein Patient sich vom Zustand verschlechtert. Das ist besonders gut, wenn man bissl kopflos ist, nicht konzentriert genug oder zu viele Patienten hat und den Überblick verliert.
Wenn ein Patient, nach OP, einen Puls von 110 hat, BP von 90-40, dann ist der EWS auch 3, aber durch die OP könnte der Patient post-OP einbluten gerade. Also sofort Arzt anrufen!
Zudem wurden wir bei dem Study Day sensibilisiert, wann man Oxygen einem Patienten gibt und wieviel sinnvoll ist. Wieviel % Sauerstoff zB eine Maske max geben kann und wieviel eine Nasensonde. Eine Nasensonde zB, kann keine 12-15Liter Sauerstoff geben. Eine Nasensonde ist bis 4L Sauerstoff sinnvoll, alles danach sollte man mit einer Maske regeln.
Man gibt in London übrigends keinen Sauerstoff mehr mal eben wenn der Patient schwer atmet oder einen Unfall hatt oder sich schlecht fühlt und die Sättigung 94% oder mehr ist, da es laut Mediziner keinen Effekt hat ob die Sättigung 94 oder 97% ist.
Am Anfang des Tages mussten wir einen Zeitungsartikel lesen, der den Unterricht zur EWS Dokumentation eingeleitet hat. Ein 31 Jähriger Patient ist 2000 durch mangelnde Aufmerksamkeit seitens der Ärzte und auch der leitenden Pflegekräfte gestorben und 2006 musste das Krankenhaus 100000 Pfund Strafe zahlen und die Ärzte wurden 18 Monate mit einem Arbeitsverbot des Gerichts belegt und vom Krankenhaus gefeuert. Auch die Pflegeleitung hat was abbekommen, da Pfleger/Schwestern einiges Dokumentiert hatten, aber kein Gehör. Durch die EWS Doku, ist alles rechtskräftiger und wenn kein Vorgesetzter was macht, dann gibts Rambazamber!
Was war da noch, ach ja, ein ABCDE Dokument;
A-Airway
B-Breathing
C-Circulation
D-Disability
E-Exposure
Das ist ein Assessment, in dem man Probleme den normal Zustand der jeweiligen Punkte aufzählt und dann schaut in welchem Punkt der Patient ein Problem hat und dann interveniert.
Wir sollen nach dem Tag auch die Normwerte der Vitalzeichen halt wissen. Um auch ohne EWS Chart arbeiten zu können, zB wenn mir jemand einen Wert über den Flur zuruft, ich im Kopf dann eins zu eins umrechnen kann. Man soll zwar bei Unsicherheiten einen Arzt rufen, aber die Pflegekräfte regeln vieles ohen Ärzte und wenn ich immer bei jeder Kleinigkeit den Arzt hole, dann kommt das hier nicht gut.
So, das wars erstmal. Jetzt muss ich zum Nachtdienst (1/4) :-(
Viele Grüße aus London,
Dave
Freitag, 20. Mai 2011
Lange Zeit..
Hello,
lange Zeit ist es her das ich geschrieben habe und ich möchte mich dafür entschuldigen!
Mir geht es ganz gut, man lebt sich halt so ein :)
Die Bude nervt allerdings noch und ich überlege seit Tagen ob es sich noch lohnt auszuziehen oder ob es besser ist erstmal weiter hier wohnen zu bleiben.
Der Job wird immer fordender, da ich mittlerweile Infusionen anhängen darf, da ich das Workbook endlich mal bekommen und ausgearbeitet habe. Zudem auch den Bluttransfusionskurs besucht habe. Chemo Therapien bleiben zum Glück erstmal noch ein bissl in der Zukunft. Man macht hier in London nicht mal eben einen Chemo Kurs, sondern man muss viel lernen und wissen danach und wird mehr als nur ein paar mal geprüft. Als nächstes steht für mich ein "Kanülentag" an, an dem ich lernen soll, bzw üben soll, periphere Zugänge zu legen.
Ich darf hier auch endlich wieder Port Katheder anstechen... Juchuuu... das haben wir an der Uniklinik von der Pflege eher selten gemacht. Ich wünschte mir, die Pflege würde mehr machen dürfen an der Uni und das die Aufgaben sinnvoller verteilt sind.
Was gibts sonst noch neues... nicht viel. Ich lerne eher mehr über solide Tumore, da Hämatologische Patienten eher weniger sind, bzw die paar die wir haben nie Studienpatienten sind und schon gar keine "schwierigeren" Fälle.
Ich habe mich an der Uniklinik London beworben (UCH London) auf einer Hämatologischen Station (je nach Personalstärke in den nächsten Monaten auch KMT möglich) beworben einfach mal so und überlege dahin zu wechseln. Allerdings ist das NHS und da verdiene ich je nachdem was die Verwaltung entscheidet viel weniger oder "nur" was weniger. Na ja, mal abwarten was zurück kommt. Bei der NHS bewirbt man sich irgendwie fast ausschliesslich online. Das ist aber praktisch, denn die Bewerbungen werden alle gespeichert, und wenn man sich für eine weitere Stelle bewirbt, dann füllt die NHS Seite alles aus und man kann nachträglich Sachen ändern. Das ist deshalb praktisch, weil man dann die 200 Sätze, mit denen ich meine drei bisherigen Arbeitgeber beschrieben habe (Tätigkeitsfelder, Aufgaben, Einsatzort usw..) nicht nochmal schreiben muss und auch Telefonnummern, Adresse, usw alles eingesetzt wird. Und es spart Kosten und schont die Umwelt :) Und Engländer wollen keine Lichtbilder haben, wie die Amerikaner, um diskriminierungen so weit möglich zu unterbinden. Sollte man auch mal in Deutschland machen, obwohl deutsche Kliniken mittlerweile alles nehmen müssen bei sovielen freien Stellen die alleine im Rheinland sind.
Ich habe zur Zeit 6 Tage frei, und nicht ein einzigster Urlaubstag verschwendet. Im Juni bin ich 12 Tage in Deutschland. Die kriege ich mit nur 3 oder 4 Tagen Urlaub... toll wa :-P Ich liebe 12 Stunden Dienste (meistens!).
Mittlerweile ist auch mein arabisch besser geworden. Neben Hallo/ Guten Tag kann ich jetzt auch sagen, Wie geht es Ihnen/dir , Schmerzen, Ja, Alles Gut, Wo, Wieso, Dank Gott... ich glaube das wars :-D Ich muss ehrlich sagen, das ich die Sprache nicht immer so mag. Ich bin kein Rassist, aber die Sprache hört sich meistens so aggressiv an. Während man auf französisch böse Dinge sagt und die sich so schön anhören und denkt man wird gelobt, - lobt man auf arabisch denke ich immer derjenige beleidigt mich gerade.
Habe ich schon gesagt das in das Krankenhaus weit mehr als 100 Millionen Pfund investiert werden um aus dem schlecht aussehenden Luxuskrankenhaus ein gutaussehendes Krankenhaus zu machen? Ich glaube ja.. ich warte darauf das die Webseite mal Bilder veröffentlicht, dann kann ich euch auch welche zeigen. Die Bilder die ich schon in Meetings gesehen habe sahen fett aus. Besser als das Hilton oder Dorchester dann. Fett!
Apropos Bilder, ich habe mal ein paar von der dreckig aussehenden Station wo ich arbeite. Das sieht echt übel aus manchmal. Obwohl immer geputzt wird und es nicht wirklich dreckig ist, sieht die Station aber so aus, weil alles alt ist und aus Holz. Gut das viel Geld investiert worden ist.
(oben) Whiteboard wo jeder Name des Patienten mit zugehöriger Pflegekraft, Einweisungsdiagnose und Consultant (Oberarzt/ einweisender Arzt) steht (( Namen sind aus Datenschutzrechtlichen Gründen unkenntlich gemacht))
Scheiss Automat, bot nur light an, keine Richtige Cola... geht schon so seit Tagen
Flur - Sicht von 2 East nach 2 West (2 West ist Neuro/ Neurochirurgie)
Sicht wieder nach 2 West aber andere Flurseite
Ein Patientenzimmer, alles natürlich Einzelzimmer (Privat KH), Betten sind teils unterscheidlich aber nicht allzu schlecht, blaue Sitzgelegenheit links im Bild sieht toll aus, ist aber nicht soo bequem. Nachttisch ist voll aus Holz, was ja nichts schlechtes heissen muss, aber alt und sieht schäbig aus. Jedes Bett hat einen Sauerstoffanschluss und schon fertig alles parat eine Absaugeinheit für den Notfall, die täglich getestet werden muss. Zudem ist an der Wand fest montiert ein manuelles Blutdruckgerät, falls die Dinamaps (elektrischen) nicht funktionieren.
Da räume ich gerade den ER Trolley aus und da liegen Atropin und 2 Sorten Adrenalin auf dem Wagen. Täglich wird der Trolley gecheckt ob alles da ist und Medis noch nicht abgelaufen sind
Sicht von der Pflegeecke aus in den "Treatment Room". Dort sind Infusionen (keine regulären Medis) untergebracht und einige Arbeitsmaterialien. In dem Raum werden die Infusionen und Chemos vorbereitet.
So, das wars dann erstmal. Ich wünsche euch eine schöne Woche!
Viele Grüße
Dave
lange Zeit ist es her das ich geschrieben habe und ich möchte mich dafür entschuldigen!
Mir geht es ganz gut, man lebt sich halt so ein :)
Die Bude nervt allerdings noch und ich überlege seit Tagen ob es sich noch lohnt auszuziehen oder ob es besser ist erstmal weiter hier wohnen zu bleiben.
Der Job wird immer fordender, da ich mittlerweile Infusionen anhängen darf, da ich das Workbook endlich mal bekommen und ausgearbeitet habe. Zudem auch den Bluttransfusionskurs besucht habe. Chemo Therapien bleiben zum Glück erstmal noch ein bissl in der Zukunft. Man macht hier in London nicht mal eben einen Chemo Kurs, sondern man muss viel lernen und wissen danach und wird mehr als nur ein paar mal geprüft. Als nächstes steht für mich ein "Kanülentag" an, an dem ich lernen soll, bzw üben soll, periphere Zugänge zu legen.
Ich darf hier auch endlich wieder Port Katheder anstechen... Juchuuu... das haben wir an der Uniklinik von der Pflege eher selten gemacht. Ich wünschte mir, die Pflege würde mehr machen dürfen an der Uni und das die Aufgaben sinnvoller verteilt sind.
Was gibts sonst noch neues... nicht viel. Ich lerne eher mehr über solide Tumore, da Hämatologische Patienten eher weniger sind, bzw die paar die wir haben nie Studienpatienten sind und schon gar keine "schwierigeren" Fälle.
Ich habe mich an der Uniklinik London beworben (UCH London) auf einer Hämatologischen Station (je nach Personalstärke in den nächsten Monaten auch KMT möglich) beworben einfach mal so und überlege dahin zu wechseln. Allerdings ist das NHS und da verdiene ich je nachdem was die Verwaltung entscheidet viel weniger oder "nur" was weniger. Na ja, mal abwarten was zurück kommt. Bei der NHS bewirbt man sich irgendwie fast ausschliesslich online. Das ist aber praktisch, denn die Bewerbungen werden alle gespeichert, und wenn man sich für eine weitere Stelle bewirbt, dann füllt die NHS Seite alles aus und man kann nachträglich Sachen ändern. Das ist deshalb praktisch, weil man dann die 200 Sätze, mit denen ich meine drei bisherigen Arbeitgeber beschrieben habe (Tätigkeitsfelder, Aufgaben, Einsatzort usw..) nicht nochmal schreiben muss und auch Telefonnummern, Adresse, usw alles eingesetzt wird. Und es spart Kosten und schont die Umwelt :) Und Engländer wollen keine Lichtbilder haben, wie die Amerikaner, um diskriminierungen so weit möglich zu unterbinden. Sollte man auch mal in Deutschland machen, obwohl deutsche Kliniken mittlerweile alles nehmen müssen bei sovielen freien Stellen die alleine im Rheinland sind.
Ich habe zur Zeit 6 Tage frei, und nicht ein einzigster Urlaubstag verschwendet. Im Juni bin ich 12 Tage in Deutschland. Die kriege ich mit nur 3 oder 4 Tagen Urlaub... toll wa :-P Ich liebe 12 Stunden Dienste (meistens!).
Mittlerweile ist auch mein arabisch besser geworden. Neben Hallo/ Guten Tag kann ich jetzt auch sagen, Wie geht es Ihnen/dir , Schmerzen, Ja, Alles Gut, Wo, Wieso, Dank Gott... ich glaube das wars :-D Ich muss ehrlich sagen, das ich die Sprache nicht immer so mag. Ich bin kein Rassist, aber die Sprache hört sich meistens so aggressiv an. Während man auf französisch böse Dinge sagt und die sich so schön anhören und denkt man wird gelobt, - lobt man auf arabisch denke ich immer derjenige beleidigt mich gerade.
Habe ich schon gesagt das in das Krankenhaus weit mehr als 100 Millionen Pfund investiert werden um aus dem schlecht aussehenden Luxuskrankenhaus ein gutaussehendes Krankenhaus zu machen? Ich glaube ja.. ich warte darauf das die Webseite mal Bilder veröffentlicht, dann kann ich euch auch welche zeigen. Die Bilder die ich schon in Meetings gesehen habe sahen fett aus. Besser als das Hilton oder Dorchester dann. Fett!
Apropos Bilder, ich habe mal ein paar von der dreckig aussehenden Station wo ich arbeite. Das sieht echt übel aus manchmal. Obwohl immer geputzt wird und es nicht wirklich dreckig ist, sieht die Station aber so aus, weil alles alt ist und aus Holz. Gut das viel Geld investiert worden ist.
(oben) Whiteboard wo jeder Name des Patienten mit zugehöriger Pflegekraft, Einweisungsdiagnose und Consultant (Oberarzt/ einweisender Arzt) steht (( Namen sind aus Datenschutzrechtlichen Gründen unkenntlich gemacht))
Scheiss Automat, bot nur light an, keine Richtige Cola... geht schon so seit Tagen
Flur - Sicht von 2 East nach 2 West (2 West ist Neuro/ Neurochirurgie)
Sicht wieder nach 2 West aber andere Flurseite
Ein Patientenzimmer, alles natürlich Einzelzimmer (Privat KH), Betten sind teils unterscheidlich aber nicht allzu schlecht, blaue Sitzgelegenheit links im Bild sieht toll aus, ist aber nicht soo bequem. Nachttisch ist voll aus Holz, was ja nichts schlechtes heissen muss, aber alt und sieht schäbig aus. Jedes Bett hat einen Sauerstoffanschluss und schon fertig alles parat eine Absaugeinheit für den Notfall, die täglich getestet werden muss. Zudem ist an der Wand fest montiert ein manuelles Blutdruckgerät, falls die Dinamaps (elektrischen) nicht funktionieren.
Da räume ich gerade den ER Trolley aus und da liegen Atropin und 2 Sorten Adrenalin auf dem Wagen. Täglich wird der Trolley gecheckt ob alles da ist und Medis noch nicht abgelaufen sind
Sicht von der Pflegeecke aus in den "Treatment Room". Dort sind Infusionen (keine regulären Medis) untergebracht und einige Arbeitsmaterialien. In dem Raum werden die Infusionen und Chemos vorbereitet.
So, das wars dann erstmal. Ich wünsche euch eine schöne Woche!
Viele Grüße
Dave
Donnerstag, 21. April 2011
stressfull day
Ich habe lange net geschrieben, desswegen ne relative Zusammenfassung.
Der Job bei Bupa macht noch "relativ" Spass (dazu mehr später). Vor allem was geplant wird bei Bupa macht es schon einen gespannt auf die Zukunft. Ab Ende 2011 ist alles paperless und via iPad das in jedem Zimmer ist, kann auf ALLEN Daten zugegriffen werden. Laborwerte, Röntgen/ MRI/ X-Ray Bilder, Pflegeeinträge und Arztanordnungen usw. ALLES. Und die ersten Tets waren wohl erfolgversprechend. Wahnsinn!
Bis 2014 werden knapp unter 110 Millionen Pfund in die Umstrukturierung eines einziges Krankenhauses investiert. Was auch nötig ist. Von Innen siehts auch Scheisse aus erhlich gesagt. Erinnert mich an das evK während meiner Ausbildung, vieleicht nen Tick schlechter, dafür aber nur Einzelzimmer.
Alle Stationen werden bis Ende oder Mitte 2014 modernisiert sein. Selbst die schon gut aussehenden Kings und Queens Suite werden komplett neu gebaut. Diese beiden Suiten sind für Sehr reiche Selbstzahler und mit einem gewissen VIP Status gedacht. Und die stehen NICHT die meiste Zeit leer. Hätt ich ja net gedacht.
Der Tag heute, um mal auf meien Arbeit zu kommen, war anstrengend, aber noch locker im Vergleich zu Montag. Montag war ein Horror Tag da ich mit Arbeit zu geschmissen worden bin und für alles verantwortlich war für die Fehler. Ich habe auch bemängelt das es unmöglich ist, mich mit Arbeiten zuzuwerfen die ich noch nicht kenne. Nurse in Charge hatte nicht allzuviel Verständnis. Schade. Aber der Support vom Team war okay. Da so viele Agency Nurses im Dienst waren, war der Support nicht perfekt. Aber es gibt auch mal Scheiss Tage. Dieser war so einer.
Heute war es besser, weil die richtige Nurse in Charge da war (leitende oder Senior Schwester) und die nicht soviel Stress einem macht und eine Anleitung ganz anders angeht. Nicht jeder kann lehren! Das ist echt Fakt! Ein Patient den ich irgendwie immer habe (was langsam nervt) ist seit dieser Nacht total confused und hallozinierte mehrmals. Redete mit seiner Frau und dem toten Bruder (die beide net da waren) auf arabisch und sah Wüsten Spinnen und sein Essenszimmer von zu Hause und wollte wieder ins Krankenhaus gebracht werden weil er sich nicht so gesund fühlte. Lustig. Na ja, nicht wirklich lustig. Alles musste ich eine millionen mal erklären und dann hat er immer noch alles abgelehnt. Da haben wir das Halloperidol halt zwischen regulären Medis untergeschoben... ups. Ich hoffe der Nachtdienst hat es etwas einfacher nun.
Ich habe mich ein bissl aufgeregt da ich die letzten 2 Wochen kaum meine Pause abends hatte, zack, seit heute habe ich wieder Pause abends.... juchuuu... meckern hilft.
So, es reicht, muss ins Bett, ich muss arbeiten morgen. Nix Ostern frei.
Ach ja, ich war übrigends am Meer. Dienstag war das. Nun ein zwei Bilder. Ort heisst Brighton.
Grüsse von der Insel
DAVE
Der Job bei Bupa macht noch "relativ" Spass (dazu mehr später). Vor allem was geplant wird bei Bupa macht es schon einen gespannt auf die Zukunft. Ab Ende 2011 ist alles paperless und via iPad das in jedem Zimmer ist, kann auf ALLEN Daten zugegriffen werden. Laborwerte, Röntgen/ MRI/ X-Ray Bilder, Pflegeeinträge und Arztanordnungen usw. ALLES. Und die ersten Tets waren wohl erfolgversprechend. Wahnsinn!
Bis 2014 werden knapp unter 110 Millionen Pfund in die Umstrukturierung eines einziges Krankenhauses investiert. Was auch nötig ist. Von Innen siehts auch Scheisse aus erhlich gesagt. Erinnert mich an das evK während meiner Ausbildung, vieleicht nen Tick schlechter, dafür aber nur Einzelzimmer.
Alle Stationen werden bis Ende oder Mitte 2014 modernisiert sein. Selbst die schon gut aussehenden Kings und Queens Suite werden komplett neu gebaut. Diese beiden Suiten sind für Sehr reiche Selbstzahler und mit einem gewissen VIP Status gedacht. Und die stehen NICHT die meiste Zeit leer. Hätt ich ja net gedacht.
Der Tag heute, um mal auf meien Arbeit zu kommen, war anstrengend, aber noch locker im Vergleich zu Montag. Montag war ein Horror Tag da ich mit Arbeit zu geschmissen worden bin und für alles verantwortlich war für die Fehler. Ich habe auch bemängelt das es unmöglich ist, mich mit Arbeiten zuzuwerfen die ich noch nicht kenne. Nurse in Charge hatte nicht allzuviel Verständnis. Schade. Aber der Support vom Team war okay. Da so viele Agency Nurses im Dienst waren, war der Support nicht perfekt. Aber es gibt auch mal Scheiss Tage. Dieser war so einer.
Heute war es besser, weil die richtige Nurse in Charge da war (leitende oder Senior Schwester) und die nicht soviel Stress einem macht und eine Anleitung ganz anders angeht. Nicht jeder kann lehren! Das ist echt Fakt! Ein Patient den ich irgendwie immer habe (was langsam nervt) ist seit dieser Nacht total confused und hallozinierte mehrmals. Redete mit seiner Frau und dem toten Bruder (die beide net da waren) auf arabisch und sah Wüsten Spinnen und sein Essenszimmer von zu Hause und wollte wieder ins Krankenhaus gebracht werden weil er sich nicht so gesund fühlte. Lustig. Na ja, nicht wirklich lustig. Alles musste ich eine millionen mal erklären und dann hat er immer noch alles abgelehnt. Da haben wir das Halloperidol halt zwischen regulären Medis untergeschoben... ups. Ich hoffe der Nachtdienst hat es etwas einfacher nun.
Ich habe mich ein bissl aufgeregt da ich die letzten 2 Wochen kaum meine Pause abends hatte, zack, seit heute habe ich wieder Pause abends.... juchuuu... meckern hilft.
So, es reicht, muss ins Bett, ich muss arbeiten morgen. Nix Ostern frei.
Ach ja, ich war übrigends am Meer. Dienstag war das. Nun ein zwei Bilder. Ort heisst Brighton.
Grüsse von der Insel
DAVE
Freitag, 8. April 2011
Induction Days (vor über eine Woche)
Ich hatte ganz vergessen, das ich mal wieder was posten muss hier :)
Ich hatte vor über eine Woche, 4 Tage "Induction Days". An zweien, voll überflüssigen, Tagen, wurde erst erzählt wie toll Bupa (Versicherungsgesellschaft) ist und warum Bupa das Cromwell Hospital gekauft hat und was es bietet und plant demnächst zu tun. Bupa ist zweifelsfrei ein guter Arbeitgeber (das sage ich nicht um zu schleimen, sondern weil die viel bieten), aber es war vollkommen überflüssig und peinlich an einem Tag sogar Gruppen zu bilden um zu erörtern warum Bupa gut ist und das einzigste Ziel war es sozusagen, das wir alle am Ende sagen: BUPA ist das Beste. Bescheuert.
Wenigsten war die Direktorin des Krankenhauses am ersten Tag für 20 Minuten bei uns und hat sich Fragen gestellt und was erzählt, obwohl Sie nur 5min bleiben wollte.
Die letzten beiden Induction Days waren gut. Basic Life Support war gut, mal wieder alles durch zu gehen aber auch vor allem zu wissen, wie der Krankenhaus Standart ist und was ich auf Station zu tun habe und wie ich einen Haus Internen Notruf absetze.
Zudem haben wir nochmal "gelernt", wie ich Rückenschonend arbeite. In diesem Punkt muss ich sagen, ist das Krankenhaus Top!!! Ein externer Ausbilder war da und hat uns erklärt, wie wir die von Bupa bereitgestellten Mittel richtig einsetzen. Und ich muss sagen, Top! Jede Ebene besitzt einen Betten Lift um Patienten aus dem Bett in einen Stuhl oder in ein anderes Bett zu heben, wenn die Mobi eingeschränkt ist. Zudem gibt es sogenannte Sliding Sheets (ich hoffe das is so richtig geschrieben), mit denen man Patienten ganz ohne viel Kraftaufwand im Bett mobilisieren kann und kaum bis gar nicht den Rücken belasten muss. Die Gesundheit steht zweifelsfrei an oberster Stelle des Krankenhauses. Kein Wunder, denn durch präventiv Maßnahmen spart das Krankenhaus massig Geld (sagte die Leitung uns), da die Mitarbeiter am wenigsten krank seien an diesem Krankenhaus.
Der I.V. Kurs war auch nicht schlecht, obwohl der uns noch nicht mal berechtigt Infusionen alleine anzu hängen. Egal wieviele Jahre Berufserfahrung wir haben. Aber wir seind die englischen Gesetzte durchgegangen, haben Hygienische Standarts (sinnvoll) besprochen und erörtert und uns wurden andere Grundlegenede Maßnahmen nahegelegt. In allem, waren die beiden letzten Tage der Induction Days die besten.
So, nun gehts zum Nachtdienst die zweite, von denen ich morgen berichten werde.
Viele Grüße aus dem sonnigen und sehr warmen London
Dave
Ich hatte vor über eine Woche, 4 Tage "Induction Days". An zweien, voll überflüssigen, Tagen, wurde erst erzählt wie toll Bupa (Versicherungsgesellschaft) ist und warum Bupa das Cromwell Hospital gekauft hat und was es bietet und plant demnächst zu tun. Bupa ist zweifelsfrei ein guter Arbeitgeber (das sage ich nicht um zu schleimen, sondern weil die viel bieten), aber es war vollkommen überflüssig und peinlich an einem Tag sogar Gruppen zu bilden um zu erörtern warum Bupa gut ist und das einzigste Ziel war es sozusagen, das wir alle am Ende sagen: BUPA ist das Beste. Bescheuert.
Wenigsten war die Direktorin des Krankenhauses am ersten Tag für 20 Minuten bei uns und hat sich Fragen gestellt und was erzählt, obwohl Sie nur 5min bleiben wollte.
Die letzten beiden Induction Days waren gut. Basic Life Support war gut, mal wieder alles durch zu gehen aber auch vor allem zu wissen, wie der Krankenhaus Standart ist und was ich auf Station zu tun habe und wie ich einen Haus Internen Notruf absetze.
Zudem haben wir nochmal "gelernt", wie ich Rückenschonend arbeite. In diesem Punkt muss ich sagen, ist das Krankenhaus Top!!! Ein externer Ausbilder war da und hat uns erklärt, wie wir die von Bupa bereitgestellten Mittel richtig einsetzen. Und ich muss sagen, Top! Jede Ebene besitzt einen Betten Lift um Patienten aus dem Bett in einen Stuhl oder in ein anderes Bett zu heben, wenn die Mobi eingeschränkt ist. Zudem gibt es sogenannte Sliding Sheets (ich hoffe das is so richtig geschrieben), mit denen man Patienten ganz ohne viel Kraftaufwand im Bett mobilisieren kann und kaum bis gar nicht den Rücken belasten muss. Die Gesundheit steht zweifelsfrei an oberster Stelle des Krankenhauses. Kein Wunder, denn durch präventiv Maßnahmen spart das Krankenhaus massig Geld (sagte die Leitung uns), da die Mitarbeiter am wenigsten krank seien an diesem Krankenhaus.
Der I.V. Kurs war auch nicht schlecht, obwohl der uns noch nicht mal berechtigt Infusionen alleine anzu hängen. Egal wieviele Jahre Berufserfahrung wir haben. Aber wir seind die englischen Gesetzte durchgegangen, haben Hygienische Standarts (sinnvoll) besprochen und erörtert und uns wurden andere Grundlegenede Maßnahmen nahegelegt. In allem, waren die beiden letzten Tage der Induction Days die besten.
So, nun gehts zum Nachtdienst die zweite, von denen ich morgen berichten werde.
Viele Grüße aus dem sonnigen und sehr warmen London
Dave
Mittwoch, 23. März 2011
Gamma Knife
Heute war ein interessanter Tag, da ich nicht den ganzen Tag auf Station verbracht habe, sondern die Hälfte meines 12h Dienstes in der Radiotherapie. Erst geschaut was TomoTherapy ist und wie der Ablauf war und dann Gamma Knife. Das war echt interessant. Bei Gamma Knife wird dem Patienten ein (nicht magnetischer) Metallrahmen an den Kopf geschraubt und dann mit Gamma Strahlen je nach Tumor bestrahlt. Leider durfte ich keine Bilder in der Radiotherapie machen. Wäre cool gewesen. Alle nett und haben mir alle gut was erklärt, auch vor allem die Ärzte. Ich habe auch zugeschaut und den Arzt durchlöschert als ich beim "Einzeichnen" zugeschaut habe. Nach dem der Frame an den Kopf geschraubt wurde, wird ein MRI (MRT) gefahren um zu schauen wo der Tumor ist, wie gross er ist und dann wird das in einen Gamma Knife PC übertragen und dort dann bestimmt und eingezeichnet wie die Bestrahlungspunkte sind. Sieht fast aus wie Adobe Photoshop :)
Gamma Knife musste nur einmal unterbrochen werden weil der Feueralarm ging. Dann musste die Maschiene Notabgeschaltet werden, der Patient aus der "Verankerung" rausgeholt werden und mit dem Personal zusammen dann in eine "Safe Area" gebracht. Das war ein Flur aus dem man schnell Evakuieren kann.
Dann war ich wieder auf Station so gegen 16h und hatte dann heute mal keine Patienten. Denn das hätt sich eh nicht gelohnt. Also allen Kollegen zu gearbeitet. Zudem hat an neuerdings eh keine Patienten mehr die man alleine betreut. Seit heute sind die Mitarbeiter in Team A und Team B eingeteilt und wenn ein Team mist baut dann muss es das ganze Team ausbaden. Ich kann mich damit definitiv nicht identifizieren und ich bin mir mit paar Kollegen ziemlich sicher, das es in UK nicht möglich ist, wenn etwas vergessen worden ist, dann ist die Leitung dran, weil niemals "ein Team" von drei Personen oder vieren zur Rechenschaft gezogen werden kann. Mal schauen wie lange das gut geht.
Was ist sonst gutes gelaufen heute ? Ach ja, vor paar Tagen ist eine junge Patientin verstorben und es gab wieder eine Feedback Runde mit dem palliativ Dienst der Station und einem Palliativ Arzt. Zur Team Motivation ist es ganz gut und um nochmal zu schauen, was man in Zukunft verbessern kann. In diesem Falle nichts. Alles ist einwandfrei gelaufen, also von Pflege- und Arztseite aus.
So, bis die Tage, mal sehen wie es weiter auf Station läuft... bin ja an sich sehr zufrieden :)
Gamma Knife musste nur einmal unterbrochen werden weil der Feueralarm ging. Dann musste die Maschiene Notabgeschaltet werden, der Patient aus der "Verankerung" rausgeholt werden und mit dem Personal zusammen dann in eine "Safe Area" gebracht. Das war ein Flur aus dem man schnell Evakuieren kann.
Dann war ich wieder auf Station so gegen 16h und hatte dann heute mal keine Patienten. Denn das hätt sich eh nicht gelohnt. Also allen Kollegen zu gearbeitet. Zudem hat an neuerdings eh keine Patienten mehr die man alleine betreut. Seit heute sind die Mitarbeiter in Team A und Team B eingeteilt und wenn ein Team mist baut dann muss es das ganze Team ausbaden. Ich kann mich damit definitiv nicht identifizieren und ich bin mir mit paar Kollegen ziemlich sicher, das es in UK nicht möglich ist, wenn etwas vergessen worden ist, dann ist die Leitung dran, weil niemals "ein Team" von drei Personen oder vieren zur Rechenschaft gezogen werden kann. Mal schauen wie lange das gut geht.
Was ist sonst gutes gelaufen heute ? Ach ja, vor paar Tagen ist eine junge Patientin verstorben und es gab wieder eine Feedback Runde mit dem palliativ Dienst der Station und einem Palliativ Arzt. Zur Team Motivation ist es ganz gut und um nochmal zu schauen, was man in Zukunft verbessern kann. In diesem Falle nichts. Alles ist einwandfrei gelaufen, also von Pflege- und Arztseite aus.
So, bis die Tage, mal sehen wie es weiter auf Station läuft... bin ja an sich sehr zufrieden :)
Freitag, 18. März 2011
Die letzten Tage
Hallo zusammen,
also, was ist so die letzten Tage passiert, ausser das ich mal wieder in Deutschland war?
Die Tage können auch sehr stressig werden stelle ich mehr und mehr fest, was ich aber erwartet habe. Ich werde mich so schnell nicht körperlich anstrengen müssen, dazu besteht irgendwie nie ein Grund, aber da mein Englisch weit davon entfernt ist, perfekt oder sehr gut zu sein, muss ich mich die vollen zwölf Stunden konzentrieren. Das ist anstrengend. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das es letztes Jahr bei Harley Street einfacher war für meinen Kopp. Aber ein positives hat es, mein englisch wird "a bit better every day " (-;
Mir sind es eindeutig zu wenige Hämatologische Patienten hier, sprich, Patienten die eine blutbildene Erkrankung haben wie akute Leukämien. Es ist zwar sehr gut, ein breites Spektrum kennen zu lernen und es ist auch das was ich wollte, mich weiter zu entwickeln was ich hier einwandfrei tun kann, aber speziell im Hämatologischen Bereich werde ich so schnell nichts neues Lernen hier.
Die Onkologische Station auf der ich arbeite behandelt so zu sagen alles was in die Onko-Kiste gehört:
-Brustkrebs
-Leukämien, NHL, HL, unklare Anämien
-Darm CA
-Ösophagus CA
-Hodenkrebs
-wirklich alles was in den Bereich Tumor/ Krebs/ Onkologie fällt
Die Versorgung der Patienten ist einwandfrei, von der ärztlich, von der pflegerischen und von der physiotherapeutischen Seite aus. Die privaten Krankenhäuser bieten die beste pflegerische Versorgung der Patienten die man sich nur Vorstellen kann. Ich bin zum Glück aber auch froh, das festgehalten ist, das man sich als Pflegekraft nicht wie ein Arsch behandeln lassen muss. Das kann ab und zu mal mal passieren, wenn "Spezielle" Patienten denken sie wären wirklich ein König. Dann wird denen zum Glück gesagt dass das Personal da ist um zu helfen und zu arbeiten, aber keine persönlichen Sklaven sind.
Von der medizinischen Seite aus, werden soweit ich weiss, alle Patienten in England gleich behandelt. Wenn ein Patient in einem NHS Krankenhaus mit einer onkologischen Erkrankung liegt, wird dieser mit den selben medizinischen Standarts versorgt, wie ein Privatpatient bei uns.
Was finde ich speziell an der Privat Klinik an der ich arbeite gut?
-Ich mag die zwölf Stunden Schichten. Dadurch kann ich mir einamal im Monat 5 Tage frei am Stück wünschen ohne Urlaub nehmen zu müssen und arbeite dann trotzdem nie mehr 3 Tage am Stück, höchstens mal vier Tage freiwillig um am 4. Tag einen dicken Bonus zu kassieren (was sich WIRKLICH lohnt!!).
-Pausen; da ich 12h arbeite, achtet die Nurse in Charge und alle anderen Erfahrenen Mitarbeiter darauf, das die neuen lernen, Ihre Pausen zu nehmen. Später achtet man da nicht mehr so darauf, aber man wird dazu gebracht, einfach die Pause zu nehmen. Wihtigste arbeiten erledigen, dann kurze Übergabe an die Kollegen und ab in die Pause. Und davon gibt es drei: Breakfast, Lunch und Dinner. Nett!
-Die Anzahl der Patienten. Für mich, der nicht sehr gut oder perfekt Englisch spricht, fange ich nach 1-2 Wochen mit einem Patienten an, zwei Tage später mit 2 und nach einer Woche dann mit meinen "vollen drei" Patienten. Für mich war das eine totale Unterforderung, da ich nichts machen durfte. Und damit meine ich NICHTS. Keine Infusionen oder sonstige I.V. Gaben, keine Chemo Tabletten geben, keine Chemos aus der Zytostatika Abteilung abholen, keine Verbandswechsel, keine Blutprodukte abholen, vorbereiten oder verabreichen. Nur einfach Tabletten aus dem Medis Schrank durfte ich nach 2 Wochen Einarbeitung selbstständig verabreichen.
-Die Induktion Days: Das sind bei dem privaten Krankenhaus hier, spezielle Einführungstage, die mich dazu befähigen, I.V. Sachen (Infusionen, Antibiotika, usw) anzuhängen, Umgang mit medizinischen Geräten, Blutprodukte, Crash Trolley (Notfallwagen) und andere Gegebenheite der Klinik.
-Das Team, es erinnert mich an die Ebene 16 der Uniklinik Köln (die ich übrigends auch sehr vermisse!! Danke euch nochmals Ebene 16! Es war eine wirklich schöne Zeit mit euch!!).
Das Team ist sehr kompetent, freundlich, hält zusammen, man kann viel Spass haben auch wärend der Schicht und einem wird immer geholfen.
-Die Kompetenz mit der die Mitarbeiter Fortgebildet werden. Einige Healt-Care-Assistant haben weit mehr wissen als ich. Das hat mich erst sehr verwundert und mich (so dachte ich schlecht dargestellt). HCA sind sowas wie Pflegehelfer, die KEINE medizinische Ausbildung haben, sonder nur darin ausgebildet werden wie man lagert, wäscht, Betten macht und kleinere organisatorische Dinge auf Station. Aber diese Mitarbeiter können trotzdem an Fortbildungen teilnehmen (interne) was die auch meist tun und je nach Erfahrungsjahre haben die verdammt viel Ahnung nd bringen selbst mir oft was bei.
-Fortbildungen sind das A und O jeder Klinik und vor allem der Privaten Kliniken oder den Unikliniken in England. Denn die Privaten werben damit um private Selbstzahler und die großen Kliniken werben damit um Internationale Anerkennung.
Ohne den deutschen Schwestern und Pflegern auf den Schlips zu treten, aber vom Fachwissen über Chemotherapien und Abläufe der meisten Pläne, sowie Nebenwirkungen und Notfallbehandlung, können die meisten englischen Pflegekräfte aus dem Schlaf alles zitieren. Das liegt allerdings auch daran, um die deutsche Seite in Schutz zu nehmen, das nicht wie auf der Eb16 zwölf Ärzte (auf dem Papier) auf Station exestieren, sondern für eine Anzahl von dreißig Patienten dann vieleicht 2, maximal drei da sind. Die Pflege ist für die ganze medizinische Arbeit verantwortlich, was für mich als deutschen nicht von Anfang an ein Geschenk ist. Denn das bedeutet mich selbst Fortbilden, belesen und ordentlich aufpassen auf Arbeit.
Aber nicht alles was so schön sich anhört, ist auch immer schön! Das muss ich ehrlich dazu sagen. Zwar legen die Engländer höchsten Wert auf Sicherheit und Hygiene, aber manches macht auch null Sinn und was die Sicherheit angeht, ist vieles nur auch in Privat Kliniken zu machen.
Zum Beispiel werden alle Patienten die eine vesikante Therapie bekommen (das sind Therapien, die das Gewebe zerstören, sobald die Flüssigkeit nicht in die Vene, sondern in das Gewebe geht. Dies kann zu Amputationen führen), von einer Person (idR Pflegekraft nicht HCA) die ganze Zeit überwacht, mindestens aber in einem sehr kurzen Zeitabstand (alle 10min etwa). Ob das in einem NHS Hospital auch so ist wage ich zu bezweifeln.
Den Patienten wird hier manchmal viel zu viel Verantwortung abgenommen. Die dürfen für jeden Mist schellen, was überhaupt nicht sinnvoll ist zum Beispiel. Nicht weil ich keinen Bock habe für jeden Mist zu laufen (obwohl... doch ich habe was dagegen), sondern weil die Patienten hier definitiv zu wenig laufen und sich viel zu wenig bewegen. Das ist zum Glück im NHS Krankenhäusern wohl anders. Ein relativ Selbstständiger Patient wollte vor zwei Wochen das ich ihn füttere und die Zähne putze, dabei war der A) im Kopf fit und klar und B) hatte er keinen einzigen Schaden an seine Hände. Er sagte nur, dann würde er sich besser fühlen. Schwul war er auch nicht, also wollte er mich schonmal nicht anmachen. Aber so ist das manchmal mit Mega Privat Patienten.
Zu dem Thema Hygiene muss ich sagen, das ich hier in den 8 Wochen keine einzige ZVK, Port oder Viggo Infektion gesehen habe. Und das, obwohl ich nicht alle Hygienischen Maßnahmen verstehe. Bei jedem Verbandswechsel wird ein steriles Verbandssets benutzt (was irgendwie Schwachsinn und Geldverschwendung ist) aber dann nicht steril damit gearbeitet (in meinem deutsche Sinne jedenfalls net). Es werden mit den (zwar desinfizierten Findern) in das sterile Verbandsset hereingegriffen um noch Sachen aufzumachen, Ampullen die nicht steril verpackt sind werden auf das sterile Verbandsset geworfenn, mit den sterilen Handschuhen werden sehr oft Stellen des Ports/ ZVK`s berührt, die man hätte mal vorher desinfizieren sollte... komich sind die Engländer in dem Punkt.
Ach ja, was muss ich denn so machen die Tage... ich hatte immer drei Patienten und es war anstregend, da ich auf eigene Faust Patienten zu insgesamt zwei Port Implantationen in die Angio bringen musste und mich erst durch die verdammte Doku kämfen musste. Denn die Engländer stehen den deutschen in dem Thema Bürokratie in nichts nach. Ich würde sogar sagen die liegen weeeeit vor uns. EIn Hoch auf Deutschland. Denn ich muss in einem Prä-OP Plan den die Pflege auf Station ausfüllt, undgelogen, dreimal unterschreiben, dreimal auch meine Funktion angeben und alle Fragen gibt es in dem selben Bogen zweimal. Sehr viel an der ganzen Doku im ganzen Hause ist total NICHT-Sinnvoll!! In dem Punkt liebe Deutsche, ist es schöner in Kölle! Denn durch die massive Doku, ist es selbst für eingefleischte Engländer, schwierig, immer alles richtig zu machen, und wenn man mal was vergisst auszufüllen, kann das in 10 Jahren nochmal zum Verhängnis werden.
Der Tag gestern war mit Abstand der unschönste. Denn auch in England sterben Patienten und diese Nacht hat es (sehr wahrscheinlich) eine junge Patientin getroffen. Gestern so gegen Mittag sagte ein HCA Mitarbeiter zu mir ob ich mal ins Zimmer kommen könnte und da saß dann eine junge Patientin mit einer Brechschale in der Hand und beklagte sich über Massivste Schmerzen und Übelkeit und der Bauch war unnormal angeschwollen (Magen CA). Sie sah auch sehr "ungesund" aus also bin ich sofort ins Pflegebüro gegangen und habe das Meeting der Ärzte und der leitenden Pflegekräfte dreister weise unterbrochen und betont kommen zu müssen und eine Minute später hat die Patientin dann massiv Blut Erbrochen. Der Zustand wurde bis zu meinem Dienstende immer schlechter. Sie ist NFR, das heisst "not for resus" , also keine Reanimation mehr, aber trotzdem wurden noch mehrere Blutkonserven gegeben und vor allem starke Schmerzmittel und Beruhigungsmittel. Da die anwesende Mutter kein Englisch und Ausnahmsweise auch kein Arabisch konnte, musste ein spezieller Dolmetscher organisiert werden (war dann glaube ich eine Küchenkraft). Was es so hart machte war, das eigentlich Ihre Tochter mit dem Ehemann, der in der Heimat war um Sie abzuholen, heute kommen sollte damit Sie komplett nochmal als Familie vereint sind. Ich hoffe Sie hat es bis heute geschafft! Denn das war Ihr sehr wichtig.
Heute erhole ich mich von den zwei anstrengenden Diensten, die ungelogen auch mal Anstrengend waren.
Bis die Tage,
der
Dave
also, was ist so die letzten Tage passiert, ausser das ich mal wieder in Deutschland war?
Die Tage können auch sehr stressig werden stelle ich mehr und mehr fest, was ich aber erwartet habe. Ich werde mich so schnell nicht körperlich anstrengen müssen, dazu besteht irgendwie nie ein Grund, aber da mein Englisch weit davon entfernt ist, perfekt oder sehr gut zu sein, muss ich mich die vollen zwölf Stunden konzentrieren. Das ist anstrengend. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das es letztes Jahr bei Harley Street einfacher war für meinen Kopp. Aber ein positives hat es, mein englisch wird "a bit better every day " (-;
Mir sind es eindeutig zu wenige Hämatologische Patienten hier, sprich, Patienten die eine blutbildene Erkrankung haben wie akute Leukämien. Es ist zwar sehr gut, ein breites Spektrum kennen zu lernen und es ist auch das was ich wollte, mich weiter zu entwickeln was ich hier einwandfrei tun kann, aber speziell im Hämatologischen Bereich werde ich so schnell nichts neues Lernen hier.
Die Onkologische Station auf der ich arbeite behandelt so zu sagen alles was in die Onko-Kiste gehört:
-Brustkrebs
-Leukämien, NHL, HL, unklare Anämien
-Darm CA
-Ösophagus CA
-Hodenkrebs
-wirklich alles was in den Bereich Tumor/ Krebs/ Onkologie fällt
Die Versorgung der Patienten ist einwandfrei, von der ärztlich, von der pflegerischen und von der physiotherapeutischen Seite aus. Die privaten Krankenhäuser bieten die beste pflegerische Versorgung der Patienten die man sich nur Vorstellen kann. Ich bin zum Glück aber auch froh, das festgehalten ist, das man sich als Pflegekraft nicht wie ein Arsch behandeln lassen muss. Das kann ab und zu mal mal passieren, wenn "Spezielle" Patienten denken sie wären wirklich ein König. Dann wird denen zum Glück gesagt dass das Personal da ist um zu helfen und zu arbeiten, aber keine persönlichen Sklaven sind.
Von der medizinischen Seite aus, werden soweit ich weiss, alle Patienten in England gleich behandelt. Wenn ein Patient in einem NHS Krankenhaus mit einer onkologischen Erkrankung liegt, wird dieser mit den selben medizinischen Standarts versorgt, wie ein Privatpatient bei uns.
Was finde ich speziell an der Privat Klinik an der ich arbeite gut?
-Ich mag die zwölf Stunden Schichten. Dadurch kann ich mir einamal im Monat 5 Tage frei am Stück wünschen ohne Urlaub nehmen zu müssen und arbeite dann trotzdem nie mehr 3 Tage am Stück, höchstens mal vier Tage freiwillig um am 4. Tag einen dicken Bonus zu kassieren (was sich WIRKLICH lohnt!!).
-Pausen; da ich 12h arbeite, achtet die Nurse in Charge und alle anderen Erfahrenen Mitarbeiter darauf, das die neuen lernen, Ihre Pausen zu nehmen. Später achtet man da nicht mehr so darauf, aber man wird dazu gebracht, einfach die Pause zu nehmen. Wihtigste arbeiten erledigen, dann kurze Übergabe an die Kollegen und ab in die Pause. Und davon gibt es drei: Breakfast, Lunch und Dinner. Nett!
-Die Anzahl der Patienten. Für mich, der nicht sehr gut oder perfekt Englisch spricht, fange ich nach 1-2 Wochen mit einem Patienten an, zwei Tage später mit 2 und nach einer Woche dann mit meinen "vollen drei" Patienten. Für mich war das eine totale Unterforderung, da ich nichts machen durfte. Und damit meine ich NICHTS. Keine Infusionen oder sonstige I.V. Gaben, keine Chemo Tabletten geben, keine Chemos aus der Zytostatika Abteilung abholen, keine Verbandswechsel, keine Blutprodukte abholen, vorbereiten oder verabreichen. Nur einfach Tabletten aus dem Medis Schrank durfte ich nach 2 Wochen Einarbeitung selbstständig verabreichen.
-Die Induktion Days: Das sind bei dem privaten Krankenhaus hier, spezielle Einführungstage, die mich dazu befähigen, I.V. Sachen (Infusionen, Antibiotika, usw) anzuhängen, Umgang mit medizinischen Geräten, Blutprodukte, Crash Trolley (Notfallwagen) und andere Gegebenheite der Klinik.
-Das Team, es erinnert mich an die Ebene 16 der Uniklinik Köln (die ich übrigends auch sehr vermisse!! Danke euch nochmals Ebene 16! Es war eine wirklich schöne Zeit mit euch!!).
Das Team ist sehr kompetent, freundlich, hält zusammen, man kann viel Spass haben auch wärend der Schicht und einem wird immer geholfen.
-Die Kompetenz mit der die Mitarbeiter Fortgebildet werden. Einige Healt-Care-Assistant haben weit mehr wissen als ich. Das hat mich erst sehr verwundert und mich (so dachte ich schlecht dargestellt). HCA sind sowas wie Pflegehelfer, die KEINE medizinische Ausbildung haben, sonder nur darin ausgebildet werden wie man lagert, wäscht, Betten macht und kleinere organisatorische Dinge auf Station. Aber diese Mitarbeiter können trotzdem an Fortbildungen teilnehmen (interne) was die auch meist tun und je nach Erfahrungsjahre haben die verdammt viel Ahnung nd bringen selbst mir oft was bei.
-Fortbildungen sind das A und O jeder Klinik und vor allem der Privaten Kliniken oder den Unikliniken in England. Denn die Privaten werben damit um private Selbstzahler und die großen Kliniken werben damit um Internationale Anerkennung.
Ohne den deutschen Schwestern und Pflegern auf den Schlips zu treten, aber vom Fachwissen über Chemotherapien und Abläufe der meisten Pläne, sowie Nebenwirkungen und Notfallbehandlung, können die meisten englischen Pflegekräfte aus dem Schlaf alles zitieren. Das liegt allerdings auch daran, um die deutsche Seite in Schutz zu nehmen, das nicht wie auf der Eb16 zwölf Ärzte (auf dem Papier) auf Station exestieren, sondern für eine Anzahl von dreißig Patienten dann vieleicht 2, maximal drei da sind. Die Pflege ist für die ganze medizinische Arbeit verantwortlich, was für mich als deutschen nicht von Anfang an ein Geschenk ist. Denn das bedeutet mich selbst Fortbilden, belesen und ordentlich aufpassen auf Arbeit.
Aber nicht alles was so schön sich anhört, ist auch immer schön! Das muss ich ehrlich dazu sagen. Zwar legen die Engländer höchsten Wert auf Sicherheit und Hygiene, aber manches macht auch null Sinn und was die Sicherheit angeht, ist vieles nur auch in Privat Kliniken zu machen.
Zum Beispiel werden alle Patienten die eine vesikante Therapie bekommen (das sind Therapien, die das Gewebe zerstören, sobald die Flüssigkeit nicht in die Vene, sondern in das Gewebe geht. Dies kann zu Amputationen führen), von einer Person (idR Pflegekraft nicht HCA) die ganze Zeit überwacht, mindestens aber in einem sehr kurzen Zeitabstand (alle 10min etwa). Ob das in einem NHS Hospital auch so ist wage ich zu bezweifeln.
Den Patienten wird hier manchmal viel zu viel Verantwortung abgenommen. Die dürfen für jeden Mist schellen, was überhaupt nicht sinnvoll ist zum Beispiel. Nicht weil ich keinen Bock habe für jeden Mist zu laufen (obwohl... doch ich habe was dagegen), sondern weil die Patienten hier definitiv zu wenig laufen und sich viel zu wenig bewegen. Das ist zum Glück im NHS Krankenhäusern wohl anders. Ein relativ Selbstständiger Patient wollte vor zwei Wochen das ich ihn füttere und die Zähne putze, dabei war der A) im Kopf fit und klar und B) hatte er keinen einzigen Schaden an seine Hände. Er sagte nur, dann würde er sich besser fühlen. Schwul war er auch nicht, also wollte er mich schonmal nicht anmachen. Aber so ist das manchmal mit Mega Privat Patienten.
Zu dem Thema Hygiene muss ich sagen, das ich hier in den 8 Wochen keine einzige ZVK, Port oder Viggo Infektion gesehen habe. Und das, obwohl ich nicht alle Hygienischen Maßnahmen verstehe. Bei jedem Verbandswechsel wird ein steriles Verbandssets benutzt (was irgendwie Schwachsinn und Geldverschwendung ist) aber dann nicht steril damit gearbeitet (in meinem deutsche Sinne jedenfalls net). Es werden mit den (zwar desinfizierten Findern) in das sterile Verbandsset hereingegriffen um noch Sachen aufzumachen, Ampullen die nicht steril verpackt sind werden auf das sterile Verbandsset geworfenn, mit den sterilen Handschuhen werden sehr oft Stellen des Ports/ ZVK`s berührt, die man hätte mal vorher desinfizieren sollte... komich sind die Engländer in dem Punkt.
Ach ja, was muss ich denn so machen die Tage... ich hatte immer drei Patienten und es war anstregend, da ich auf eigene Faust Patienten zu insgesamt zwei Port Implantationen in die Angio bringen musste und mich erst durch die verdammte Doku kämfen musste. Denn die Engländer stehen den deutschen in dem Thema Bürokratie in nichts nach. Ich würde sogar sagen die liegen weeeeit vor uns. EIn Hoch auf Deutschland. Denn ich muss in einem Prä-OP Plan den die Pflege auf Station ausfüllt, undgelogen, dreimal unterschreiben, dreimal auch meine Funktion angeben und alle Fragen gibt es in dem selben Bogen zweimal. Sehr viel an der ganzen Doku im ganzen Hause ist total NICHT-Sinnvoll!! In dem Punkt liebe Deutsche, ist es schöner in Kölle! Denn durch die massive Doku, ist es selbst für eingefleischte Engländer, schwierig, immer alles richtig zu machen, und wenn man mal was vergisst auszufüllen, kann das in 10 Jahren nochmal zum Verhängnis werden.
Der Tag gestern war mit Abstand der unschönste. Denn auch in England sterben Patienten und diese Nacht hat es (sehr wahrscheinlich) eine junge Patientin getroffen. Gestern so gegen Mittag sagte ein HCA Mitarbeiter zu mir ob ich mal ins Zimmer kommen könnte und da saß dann eine junge Patientin mit einer Brechschale in der Hand und beklagte sich über Massivste Schmerzen und Übelkeit und der Bauch war unnormal angeschwollen (Magen CA). Sie sah auch sehr "ungesund" aus also bin ich sofort ins Pflegebüro gegangen und habe das Meeting der Ärzte und der leitenden Pflegekräfte dreister weise unterbrochen und betont kommen zu müssen und eine Minute später hat die Patientin dann massiv Blut Erbrochen. Der Zustand wurde bis zu meinem Dienstende immer schlechter. Sie ist NFR, das heisst "not for resus" , also keine Reanimation mehr, aber trotzdem wurden noch mehrere Blutkonserven gegeben und vor allem starke Schmerzmittel und Beruhigungsmittel. Da die anwesende Mutter kein Englisch und Ausnahmsweise auch kein Arabisch konnte, musste ein spezieller Dolmetscher organisiert werden (war dann glaube ich eine Küchenkraft). Was es so hart machte war, das eigentlich Ihre Tochter mit dem Ehemann, der in der Heimat war um Sie abzuholen, heute kommen sollte damit Sie komplett nochmal als Familie vereint sind. Ich hoffe Sie hat es bis heute geschafft! Denn das war Ihr sehr wichtig.
Heute erhole ich mich von den zwei anstrengenden Diensten, die ungelogen auch mal Anstrengend waren.
Bis die Tage,
der
Dave
Dienstag, 8. März 2011
Ein anstrengender Dienst
Der gestrige Tag war für mich bisher der anstrengenste, und dabei hatte ich diesmal nicht einen speziellen Patienten der eine intensive Betreuung vorraussetzt.
Der Tag fing so schön ruhig an. Meinen dreien ging es eigentlich ganz gut. Eine Schmerzpatienten bei die aber schon an einen Hospitzdienst angeschlossen ist, einen arbaischen Patienten der null Englisch kann und eine schwerhörige nette ältere Dame die immer vergisst ihr Hörgerät einzustellen oder es absichtlich immer rausnimmt und man dann schreien darf im Zimmer.
Meine ersten beiden Pausen habe ich zu normalen Zeiten nehmen können, die dritte gestern leider gar nicht. Die Kollegen hatten viel zu tun wesswegen ich denen geholfen habe und dann hatte ich selbst sehr viel zu tun.. so eine Schande aber auch.
Eine Patientin, die mit den Schmerzen :-) , hatte nach Ihrer Bestrahlung diverse male erhöhte Temperatur und teils auch über 38,0°C, zudem tachycardic und bradycard. Der HB war unter 10 oder sogar neun und Sie sollte eigentlich auftransfundiert werden (Bluttransfusionen). Da aber am Krankenhaus eine Bluttransfusion ab einer Temperaturschwankung von 0.5 Grad gestoppt werden muss, und bei einem Fieberanstieg sowieso, und dies bei dieser Patientin zu erwarten war, wurde gestern die Blutkonserven nicht gegeben sondern auf heute verschoben. Im Chest X-Ray welches gestern am frühen Abend gelaufen ist, ist festgestellt worden das Sie linksseitig Pleuraergüsse hat, bzw. einen größeren wohl. Dies erklärte (mit dem HB denke ich) die schlechte Sauerstoffsättigung, wesswegen Sie dann auch 2-3 L Sauerstoff laufen hat. Was ich noch gut finde ist, im Nachtdienst werden KEINE Bluttransfusionen gegeben, da die Hospital Policy sagt, das diese im Tagdienst bis 21,ooh (meine ich) laufen müssen, damit bei einem Transfusionszwischenfall, genügend Personal zugegen ist, was im Nachtdienst mal nicht der Fall sein kann. Dies gilt übrigends auch für Chemotheapien aus dem selben Grund. Ich persönlich finde dies gut! Der Patient hat eine relativ ruhige Nacht und der Nachtdienstarzt bzw. die Pflegekräfte weniger Stress.
Wie dem auch sei, somit war mein Abend bis 21.ooh ausgefüllt (obwohl ich um 20.30h raus sein sollte weil dann Dienstschluss is... tz tz tz ). Aber sonst konnte ich nicht klagen.
Am Montag war eine kleine interne Fortbildung. Da kam jemand vom Gamma Knife (Radiotherapy) und erklärte uns, welche Nebenwirkungen dabei bzw. danach auftreten, welche Medikamente bei der Behandlung teils angewendet werden und natürlich wie wir die Patienten (Dokumente, Medis) vorbereiten müssen.
So, das wars mal wieder. Sitze gerade im Gatwick Express zum Gatwick Flughafen und werde meinen Geburtstag heute in DE verbringen :-)
Tschau
Der Tag fing so schön ruhig an. Meinen dreien ging es eigentlich ganz gut. Eine Schmerzpatienten bei die aber schon an einen Hospitzdienst angeschlossen ist, einen arbaischen Patienten der null Englisch kann und eine schwerhörige nette ältere Dame die immer vergisst ihr Hörgerät einzustellen oder es absichtlich immer rausnimmt und man dann schreien darf im Zimmer.
Meine ersten beiden Pausen habe ich zu normalen Zeiten nehmen können, die dritte gestern leider gar nicht. Die Kollegen hatten viel zu tun wesswegen ich denen geholfen habe und dann hatte ich selbst sehr viel zu tun.. so eine Schande aber auch.
Eine Patientin, die mit den Schmerzen :-) , hatte nach Ihrer Bestrahlung diverse male erhöhte Temperatur und teils auch über 38,0°C, zudem tachycardic und bradycard. Der HB war unter 10 oder sogar neun und Sie sollte eigentlich auftransfundiert werden (Bluttransfusionen). Da aber am Krankenhaus eine Bluttransfusion ab einer Temperaturschwankung von 0.5 Grad gestoppt werden muss, und bei einem Fieberanstieg sowieso, und dies bei dieser Patientin zu erwarten war, wurde gestern die Blutkonserven nicht gegeben sondern auf heute verschoben. Im Chest X-Ray welches gestern am frühen Abend gelaufen ist, ist festgestellt worden das Sie linksseitig Pleuraergüsse hat, bzw. einen größeren wohl. Dies erklärte (mit dem HB denke ich) die schlechte Sauerstoffsättigung, wesswegen Sie dann auch 2-3 L Sauerstoff laufen hat. Was ich noch gut finde ist, im Nachtdienst werden KEINE Bluttransfusionen gegeben, da die Hospital Policy sagt, das diese im Tagdienst bis 21,ooh (meine ich) laufen müssen, damit bei einem Transfusionszwischenfall, genügend Personal zugegen ist, was im Nachtdienst mal nicht der Fall sein kann. Dies gilt übrigends auch für Chemotheapien aus dem selben Grund. Ich persönlich finde dies gut! Der Patient hat eine relativ ruhige Nacht und der Nachtdienstarzt bzw. die Pflegekräfte weniger Stress.
Wie dem auch sei, somit war mein Abend bis 21.ooh ausgefüllt (obwohl ich um 20.30h raus sein sollte weil dann Dienstschluss is... tz tz tz ). Aber sonst konnte ich nicht klagen.
Am Montag war eine kleine interne Fortbildung. Da kam jemand vom Gamma Knife (Radiotherapy) und erklärte uns, welche Nebenwirkungen dabei bzw. danach auftreten, welche Medikamente bei der Behandlung teils angewendet werden und natürlich wie wir die Patienten (Dokumente, Medis) vorbereiten müssen.
So, das wars mal wieder. Sitze gerade im Gatwick Express zum Gatwick Flughafen und werde meinen Geburtstag heute in DE verbringen :-)
Tschau
Mittwoch, 2. März 2011
Dienstag 1.3.2011
Der heutige Tag war ganz schön anstrengend... puhhh :-D
Ich hatte drei Patienten (ganz viele) und mit denen ne Menge zu tun. Der eine wurde entlassen und ich hatte nur die Hälfte den Plan davon was ich alles machen musste, dann hatte ich eine Patientin die bekam eine Kyphoplastik, und nichts war vorbereitet (an diese Stelle Danke liebe Kollegen!) und da der Eingriff um 9.30 morgends war durfte ich alles vorbereiten und hatte auch hier null Plan und die Nurse in Charge war leider auch sehr knapp mit den Antworten leider. Und der dritte Patient hat mich wegen seiner Pflegebedürftigkeit (die auch berechtigt ist) sehr auf Trapp gehalten.
Und ich muss echt anfangen arabisch zu lernen. Ich würde darauf tippen das ca. 80% aller Patienten arabischer Abstammung sind und davon nochmal 70% und mehr kein englisch können. Na ja, muss man im privaten Krankenhaus leider auch nicht. Ich bin ja für neue Sachen und Sprachen offen :-D
Der Dienst war aber in soweit ganz okay, da das Team super war. Viel Spass gehabt und gelacht und viel Hilfe bekommen, desswegen kann ich im allgemeinen nicht klagen.
Jetzt erst mal paar Tage frei und ich versuche mal in diesen Tagen eine Picasa Webgallerie mit London Bildern hochzuladen.
Viele Grüße aus London,
Dave
Ich hatte drei Patienten (ganz viele) und mit denen ne Menge zu tun. Der eine wurde entlassen und ich hatte nur die Hälfte den Plan davon was ich alles machen musste, dann hatte ich eine Patientin die bekam eine Kyphoplastik, und nichts war vorbereitet (an diese Stelle Danke liebe Kollegen!) und da der Eingriff um 9.30 morgends war durfte ich alles vorbereiten und hatte auch hier null Plan und die Nurse in Charge war leider auch sehr knapp mit den Antworten leider. Und der dritte Patient hat mich wegen seiner Pflegebedürftigkeit (die auch berechtigt ist) sehr auf Trapp gehalten.
Und ich muss echt anfangen arabisch zu lernen. Ich würde darauf tippen das ca. 80% aller Patienten arabischer Abstammung sind und davon nochmal 70% und mehr kein englisch können. Na ja, muss man im privaten Krankenhaus leider auch nicht. Ich bin ja für neue Sachen und Sprachen offen :-D
Der Dienst war aber in soweit ganz okay, da das Team super war. Viel Spass gehabt und gelacht und viel Hilfe bekommen, desswegen kann ich im allgemeinen nicht klagen.
Jetzt erst mal paar Tage frei und ich versuche mal in diesen Tagen eine Picasa Webgallerie mit London Bildern hochzuladen.
Viele Grüße aus London,
Dave
Montag, 28. Februar 2011
Montag
Am Sonntag und am Montag gestern hatte ich wieder Dienst, genauso wie ich gleich wieder los muss. Dann habe ich drei Tage am Stück gearbeitet, und habe dann 5 Tage frei. In der Regel sind es keine 5 Tage. Das ist noch mein "Greenhorn" Bonus. Aber man hat dann schon 2-3 Tage frei.
Die Schonzeit was die Patienten angeht ist ebenfalls schon seit paar Tagen vorbei. Ich habe 2-3 Patienten und das hört sich wenig an (ist es meistens auch) kann aber je nach Umfang der Medikamente und der Therapie aber trotzdem viel sein. Da Medikamente nicht im vorraus gegeben werden, sondern immer dann wenn diese verordnet sind, muss man sein Zeitmanagement gut planen.
Gestern in der Übergabe saßen wir zu zwölft (12!). Davon waren 8 von den Philipinen, ich der deutsche, eine aus urpsünglich Afrika und zwei aus England (vieleicht auch einer davon aus Ireland) und eine aus der arabischen Region.
Was habe ich bei meinen Patienten so getan? Bei beiden die ich hatte MRSA Nasenabstriche gemacht, eine Bluttransfusion gemacht, Medikamente gegeben, einen von den beiden zum Ultraschall (Doppler) begleitet wegen Auschluss Thrombose, versucht arabisch hier und da zu lernen, oft Blutzucker gemessen und viel den anderen bei den Kleinigkeiten geholfen, da ich von der medizinischen Seite nicht viel machen darf. Ich darf keine I.V. Sachen geben oder abstöpseln zur Zeit, keine Verbandswechsel von Port, PICC, Sheldon, Hickman und so weiter, keine Zugänge spülen, keine Blutprodukte aus der Blutbank abholen, keine Bluprodukte geben und ebenfalls auch keine Chemo geben und diese auch noch nicht checken.
Irgendwann im März aber ich ein Mandatory Training, nach dem ich dann wohl I.V. Sachen und Verbandswechsel und evtl. Blutprodukte geben darf. Bis dahin: Schonzeit.
Am Sonntag hatte ich auch Dienst, da ist aber nichts spannendes passiert an das ich mich gerade erinnere :-)
Ruhigen Dienstag euch allen, bis die Tage.
Dave
Die Schonzeit was die Patienten angeht ist ebenfalls schon seit paar Tagen vorbei. Ich habe 2-3 Patienten und das hört sich wenig an (ist es meistens auch) kann aber je nach Umfang der Medikamente und der Therapie aber trotzdem viel sein. Da Medikamente nicht im vorraus gegeben werden, sondern immer dann wenn diese verordnet sind, muss man sein Zeitmanagement gut planen.
Gestern in der Übergabe saßen wir zu zwölft (12!). Davon waren 8 von den Philipinen, ich der deutsche, eine aus urpsünglich Afrika und zwei aus England (vieleicht auch einer davon aus Ireland) und eine aus der arabischen Region.
Was habe ich bei meinen Patienten so getan? Bei beiden die ich hatte MRSA Nasenabstriche gemacht, eine Bluttransfusion gemacht, Medikamente gegeben, einen von den beiden zum Ultraschall (Doppler) begleitet wegen Auschluss Thrombose, versucht arabisch hier und da zu lernen, oft Blutzucker gemessen und viel den anderen bei den Kleinigkeiten geholfen, da ich von der medizinischen Seite nicht viel machen darf. Ich darf keine I.V. Sachen geben oder abstöpseln zur Zeit, keine Verbandswechsel von Port, PICC, Sheldon, Hickman und so weiter, keine Zugänge spülen, keine Blutprodukte aus der Blutbank abholen, keine Bluprodukte geben und ebenfalls auch keine Chemo geben und diese auch noch nicht checken.
Irgendwann im März aber ich ein Mandatory Training, nach dem ich dann wohl I.V. Sachen und Verbandswechsel und evtl. Blutprodukte geben darf. Bis dahin: Schonzeit.
Am Sonntag hatte ich auch Dienst, da ist aber nichts spannendes passiert an das ich mich gerade erinnere :-)
Ruhigen Dienstag euch allen, bis die Tage.
Dave
Mittwoch, 23. Februar 2011
Gnadenfrist ziemlich am Ende
Also heute, am Mittwoch, meinem zweiten Arbeitstag dieser Woche, hatte ich die volle Anzahl an Patienten... nämlich drei. Der Spass hat leider ein Ende und mit drei Patienten kann man ins rödeln kommen, und dabei musste ich noch alle Arbeiten fast abgeben, da ich erst im März diverse Trainings mache wie I.V. Gaben verabreichen und Handhabe von Zugängen sowie hygienische Verbandswechsel. Wurde heute auch zurecht gewiesen und böse angeschaut als ich eine Port Nadel quer über den Flur in den Abwurf im Kodraraum brachte. Uiii, das gab Ärger... "Das ist total unprofessionell und kann zu Verletzungen führen... aber vor allem wenn das Patienten und Angehörige sehen..." Tja, so is das in einer Privatklinik nun mal.
Ein Patient hat Chemo bekommen, die meine Kollegin anhängen musste, Iam sorry for that, die is ziemlich durch Ihren Zeitplan damit auseinander gekommen, aber nicht meine Schuld :)
Es gibt nichts interessantes meienerseits zu erzählen, wer Fragen hat diese bitte stellen, denn für mich ist alles irgendwie schon normal, was für andere Interessant sein könnte.
Medis werden wie bei meinem ersten Arbeitgeber nicht einen Tag vorher gestellt, oder im Nachtdienst, sondern Stundenaktuell. Also, wenn der Patient um 12h Medis bekommt, richte ich die um 11.30 oder 12.oo und gebe diese dann ins Zimmer. Aus diesen Gründen ist es ausreichend drei Patienten zu haben. Denn habe ich zu dem noch einen Patienten der z.B. Chemo bekommt oder ein größeres Infusionsprogramm, so bin ich schon ausgelastet und bin gut beschäftigt.
Mich nerven immer noch viele Standards hier an der Klinik, aber was solls. Mehr beim nächsten mal. Habe paar Bilder die ich in London gemacht, hier jetzt mal reingesetzt. Hat eigentlich nichts mehr mit Klinik zu tun, aber so gibts was zu gucken :-)
Viele Grüße aus London,
Dave
XXX
Ein Patient hat Chemo bekommen, die meine Kollegin anhängen musste, Iam sorry for that, die is ziemlich durch Ihren Zeitplan damit auseinander gekommen, aber nicht meine Schuld :)
Es gibt nichts interessantes meienerseits zu erzählen, wer Fragen hat diese bitte stellen, denn für mich ist alles irgendwie schon normal, was für andere Interessant sein könnte.
Medis werden wie bei meinem ersten Arbeitgeber nicht einen Tag vorher gestellt, oder im Nachtdienst, sondern Stundenaktuell. Also, wenn der Patient um 12h Medis bekommt, richte ich die um 11.30 oder 12.oo und gebe diese dann ins Zimmer. Aus diesen Gründen ist es ausreichend drei Patienten zu haben. Denn habe ich zu dem noch einen Patienten der z.B. Chemo bekommt oder ein größeres Infusionsprogramm, so bin ich schon ausgelastet und bin gut beschäftigt.
Mich nerven immer noch viele Standards hier an der Klinik, aber was solls. Mehr beim nächsten mal. Habe paar Bilder die ich in London gemacht, hier jetzt mal reingesetzt. Hat eigentlich nichts mehr mit Klinik zu tun, aber so gibts was zu gucken :-)
Viele Grüße aus London,
Dave
XXX
Markus Becker im selben Flugzeug nach London ("Da hat sich das Rote Pferd...")
Irgendwo, nicht weit weg vom Big Ben oder so...
Was könnte das wohl sein?
Ab Jetzt auch in London Mitglieder: Stef und Dave bei IKEA und auch hier gibts Gratis Kaffee wenn man Mitglied ist, Schade das die deutschen Karten ungültig sind, aber zum Glück kann man sich anmelden hier ;-)
Samstag, 19. Februar 2011
Pyxis MedStation 3500(R)
Das ist der elektronische Medikamentenschrank Pyxis MedStation3500(R).
Ich muss mich per Benutzernamen und Fingerabdruck) anmelden, dann den Patienten mittels Zimmersuche/ Namenseingabe/ Aufnahmenummer eingeben und dann werden die Medikamente entweder über Medikamentennamensuche oder Wirkstoffgruppe gesucht und die Stückzahl eingegeben. Wenn alle Medikamente eingegeben sind, die man gerne möchte, dann klickt man am Ende auf "Remove Now" und nach einander öffnen sich die Fächer aus denen man die Medis braucht. Bei einigen Medikamneten muss man erst die Stückzahl eingeben, damit das System mir dann sagen kann, das der Bestand stimmt und bei einigen Medikamenten muss ein Zeuge sich miteinloggen (Zum Beispiel bei Tramal Tabletten).
Wie schonmal gesagt in den letzten Blogs; Wirtschaftlich auf Dauer positiv, weil man kann alles haargenau mit dem Patienten abrechnen; kein Mitarbeiter kann was mitnehmen; aber der große Nachteil ist aber; wenn ein Mitarbeiter sich krank fühlt MUSS er nach Hause weil er sich nichtmal eine Paracetamol aus dem Schrank nehmen kann um z.B. weiterzuarbeiten, zudem braucht man je nachdem wieviele Medis ein Patient bekommt, 3-5min um für einen Patienten die Medikamente auszutragen. Und man hat nicht nur einen Patienten meisten, und der Rest der Truppe steht dann hinter einem und braucht auch Medis und das nervt ziemlich. Denn auch im Notfall muss ich mich anmelden, Patienten eingeben und Medikament und unter Umständen einen Zeugen holen... dadurch ist das System noch schlechter leider.
Freitag, 18. Februar 2011
Donnerstag, 17. Februar 2011
Die ersten drei 12h-Dienst Tage
Hallo zusammen,
meine Arbeitswoche ist schon zu Ende. Hatte drei Tage am Stück und habe nun 5 Tage frei... hätte auch sechs haben können :-D ... Das nenn ich Arbeitsleben.
Der Montag fing ruhig an. Ich bin bei einer Kollegin mitgegangen und hatte keinen eigenen Patienten, habe zwar viel bei einem bestimmten Patienten getan, aber war wieder (für mich zum Glück) für nichts verantwortlich. Der Tag war relativ unspektakulär. Hatten abends eine "Notaufnahme". Normalerweise hat das Krankenhaus keine Notaufnahme, allerdings nehmen wir Patienten auf, die uns A) bekannt sind und zum Beispiel am heutigen oder gestrigen Tag Chemotherapie erhalten haben und B) sind Notfälle zum Beispiel Fieberschübe, Schmerzen, generelles Unwohlsein. Das Krankenhaus verfügt über eine Intensiv Station, aber nicht über eine sogenannte A&E (Accident and Emergency - Notaufnahmestation). Das heisst bei uns kommen keine Rettungswagen und liefern Patienten ab. Gut für`s Stationspersonal und gut für den Nachtdienstarzt. :-)
Der Dienstag war auch nicht spektakulär, aber ich hatte mehr zu tun, da ich einen Patienten betreuen sollte, aber wieder mit Rückendeckung natürlich :-) Also ich fühle mich schon gut aufgehoben. Was waren meine Aufgaben?? Also:
--> 7.45h das Haus betreten und dann Übergabe von 8-8.45h gehabt
--> Patient fragen wie es ihm geht, so um 9.ooh und fragen ob er was braucht
--> Zwischen Neun und Zehn Medis geben und auch in dieser Zeit 15min Pause machen (Pflicht!)
--> 10.ooh bis 13.ooh Betten bezogen, Aufgeräumt, Kleinigkeiten gemacht
-->13.ooh - 15.ooh Hier Medis gegeben, dort welche gegeben
-->Die ganze Zeit zugeschaut wie der Ablauf bei I.V. Gaben ist und auch bei Chemos
--> Lunch hatte ich gegen 14.30h
--> Abend Break gar nicht heute Abend
--> Berichte dann geschrieben über zwei Patienten
--> um 20.45h die Station verlassen
Der Mittwoch war der Tag wo ich am meisten zu tun hatte. Hatte fest einen Patienten wieder und sollte eine weitere halb mitbetreuen. Da ein Mitarbeiter krank zum Dienst gekommen ist und wieder nach Hause geschickt worden ist, musste die "Nurse in Charge" (leitender Pfleger der mehr Admin der Station macht) die ganzen Patienten neu verteilen und selbst erstmal 3 Patienten nehmen. Alex ist sein Name, der am Mittwoch Charge Nurse war und ist Ire, konnte mir viel beibringen aber ich habe nicht alles verstanden immer weil er so schnell sprach und so ist mir dann auch ein Fehler unterlaufen und ich habe einen Syringe Driver (Schmerzperfusor) falsch vorbereitet. Der Syringe Driver wurde mit 180mg Buscupan und 60mg Diamorphin aufgezogen und sollte dann ein Gesamtvolumen (mit Zugabe von Aqua) genau 48 Millimeter ergeben! MILLIMETER !!! Ich hatte den Perfusor auf 30 MILLILITER aufgezogen, weil die Spritze soviel hergab. Man rechnet da nicht das der Perfusor auf 2ml die Stunde läuft, sondern 2 mm die Stunde. Lustig (oder auch nicht). Also damit dann der Perfusor 24h durchläuft, muss er auf 48 MILLIMETER aufgezogen werden da der Syringe Driver auf 2 MILLIMETER die Stunde läuft. Jaja, so ist das auf der anderen Rheinseite.
Sonst war der Tag gut. Habe mich so langsam mit diesem Medikamentensystem Pyxies angefreundet... bzw. Waffenstillstand geschlossen. Ich finde das System immer noch schlecht, aber was soll man machen. Selbst viele Bank Nurses (Aushilfskräfte) finden dieses System schlecht, weil man lange braucht um die Medis rauszubekommen und wenn 5 Leute davor stehen dauert das ganze ziemlich lange.
Ach ja, heute habe ich zum zweiten mal in meinen nun drei Wochen EINEN Patienten gewaschen. :-D Normalerweise tun das die Health Care Asst. , aber wenn ich das nicht getan hätte, dann hätte ich mehr rumgestanden. Somit habe ich mir 2 Stunden Zeit gelassen den Patienten gründlich zu versorgen. Herrlich. Ich mag private Krankenhäuser in diesem Punkt.
Da das Krankenhaus nicht allzugross ist, kenn ich mittlerweile auch die Ortschaften, wo was ist (damit meine ich nicht die Toiletten) und das Team ist nicht allzugross was ich gut finde.
Was ich nicht so mag ist, das soviele Bank Nurses im Krankenhaus arbeiten. Bank Nurses für die, denen ich das noch nicht gesagt habe, sind Pool Mitarbeiter die in Zeitarbeitsfirmen arbeiten (sogenannte Agencys). Die Firma ruft man an und sagt, ich brauche dann und dann Mitarbeiter. Das geht sogar auch spontan wie am Mittwoch, man ruft an und sagt am besten sofort. Zack, 1,5h später war eine da. Sowas sollte es auch in Deutschland geben. Blöd ist, das die nicht immer speziell das Krankenhaus kennen und manchmal die Mitarbeiter oft wechseln, was ich persönlich schlecht finde. Es sind täglich immer irgendwelche Bank Nurses da, weil nicht genug "normale" 100% auf Station arbeiten. Ob das gewollt ist.??
Ich werde heute oder morgen zwei drei Bilder on stellen. Das wars erstmal.. bis die Tage.
Dave
meine Arbeitswoche ist schon zu Ende. Hatte drei Tage am Stück und habe nun 5 Tage frei... hätte auch sechs haben können :-D ... Das nenn ich Arbeitsleben.
Der Montag fing ruhig an. Ich bin bei einer Kollegin mitgegangen und hatte keinen eigenen Patienten, habe zwar viel bei einem bestimmten Patienten getan, aber war wieder (für mich zum Glück) für nichts verantwortlich. Der Tag war relativ unspektakulär. Hatten abends eine "Notaufnahme". Normalerweise hat das Krankenhaus keine Notaufnahme, allerdings nehmen wir Patienten auf, die uns A) bekannt sind und zum Beispiel am heutigen oder gestrigen Tag Chemotherapie erhalten haben und B) sind Notfälle zum Beispiel Fieberschübe, Schmerzen, generelles Unwohlsein. Das Krankenhaus verfügt über eine Intensiv Station, aber nicht über eine sogenannte A&E (Accident and Emergency - Notaufnahmestation). Das heisst bei uns kommen keine Rettungswagen und liefern Patienten ab. Gut für`s Stationspersonal und gut für den Nachtdienstarzt. :-)
Der Dienstag war auch nicht spektakulär, aber ich hatte mehr zu tun, da ich einen Patienten betreuen sollte, aber wieder mit Rückendeckung natürlich :-) Also ich fühle mich schon gut aufgehoben. Was waren meine Aufgaben?? Also:
--> 7.45h das Haus betreten und dann Übergabe von 8-8.45h gehabt
--> Patient fragen wie es ihm geht, so um 9.ooh und fragen ob er was braucht
--> Zwischen Neun und Zehn Medis geben und auch in dieser Zeit 15min Pause machen (Pflicht!)
--> 10.ooh bis 13.ooh Betten bezogen, Aufgeräumt, Kleinigkeiten gemacht
-->13.ooh - 15.ooh Hier Medis gegeben, dort welche gegeben
-->Die ganze Zeit zugeschaut wie der Ablauf bei I.V. Gaben ist und auch bei Chemos
--> Lunch hatte ich gegen 14.30h
--> Abend Break gar nicht heute Abend
--> Berichte dann geschrieben über zwei Patienten
--> um 20.45h die Station verlassen
Der Mittwoch war der Tag wo ich am meisten zu tun hatte. Hatte fest einen Patienten wieder und sollte eine weitere halb mitbetreuen. Da ein Mitarbeiter krank zum Dienst gekommen ist und wieder nach Hause geschickt worden ist, musste die "Nurse in Charge" (leitender Pfleger der mehr Admin der Station macht) die ganzen Patienten neu verteilen und selbst erstmal 3 Patienten nehmen. Alex ist sein Name, der am Mittwoch Charge Nurse war und ist Ire, konnte mir viel beibringen aber ich habe nicht alles verstanden immer weil er so schnell sprach und so ist mir dann auch ein Fehler unterlaufen und ich habe einen Syringe Driver (Schmerzperfusor) falsch vorbereitet. Der Syringe Driver wurde mit 180mg Buscupan und 60mg Diamorphin aufgezogen und sollte dann ein Gesamtvolumen (mit Zugabe von Aqua) genau 48 Millimeter ergeben! MILLIMETER !!! Ich hatte den Perfusor auf 30 MILLILITER aufgezogen, weil die Spritze soviel hergab. Man rechnet da nicht das der Perfusor auf 2ml die Stunde läuft, sondern 2 mm die Stunde. Lustig (oder auch nicht). Also damit dann der Perfusor 24h durchläuft, muss er auf 48 MILLIMETER aufgezogen werden da der Syringe Driver auf 2 MILLIMETER die Stunde läuft. Jaja, so ist das auf der anderen Rheinseite.
Sonst war der Tag gut. Habe mich so langsam mit diesem Medikamentensystem Pyxies angefreundet... bzw. Waffenstillstand geschlossen. Ich finde das System immer noch schlecht, aber was soll man machen. Selbst viele Bank Nurses (Aushilfskräfte) finden dieses System schlecht, weil man lange braucht um die Medis rauszubekommen und wenn 5 Leute davor stehen dauert das ganze ziemlich lange.
Ach ja, heute habe ich zum zweiten mal in meinen nun drei Wochen EINEN Patienten gewaschen. :-D Normalerweise tun das die Health Care Asst. , aber wenn ich das nicht getan hätte, dann hätte ich mehr rumgestanden. Somit habe ich mir 2 Stunden Zeit gelassen den Patienten gründlich zu versorgen. Herrlich. Ich mag private Krankenhäuser in diesem Punkt.
Da das Krankenhaus nicht allzugross ist, kenn ich mittlerweile auch die Ortschaften, wo was ist (damit meine ich nicht die Toiletten) und das Team ist nicht allzugross was ich gut finde.
Was ich nicht so mag ist, das soviele Bank Nurses im Krankenhaus arbeiten. Bank Nurses für die, denen ich das noch nicht gesagt habe, sind Pool Mitarbeiter die in Zeitarbeitsfirmen arbeiten (sogenannte Agencys). Die Firma ruft man an und sagt, ich brauche dann und dann Mitarbeiter. Das geht sogar auch spontan wie am Mittwoch, man ruft an und sagt am besten sofort. Zack, 1,5h später war eine da. Sowas sollte es auch in Deutschland geben. Blöd ist, das die nicht immer speziell das Krankenhaus kennen und manchmal die Mitarbeiter oft wechseln, was ich persönlich schlecht finde. Es sind täglich immer irgendwelche Bank Nurses da, weil nicht genug "normale" 100% auf Station arbeiten. Ob das gewollt ist.??
Ich werde heute oder morgen zwei drei Bilder on stellen. Das wars erstmal.. bis die Tage.
Dave
Sonntag, 13. Februar 2011
Wochenende nahezu vorbei :(
So, das Wochenende neigt sich dem Ende zu und ich habe mich soweit es ging erholt. Morgen fängt meine 12 Stunden Schicht um 8.ooh an und geht bis 8.30pm (also ich bin dann mehr als 12h im KH).
Was habe ich gemacht am WE? Nichts London spezifisches jedenfalls :-) Habe meine Zeit in Köln verbracht um mich wie gesagt soweit es geht zu Erholen.
Also, ab morgen wieder mehr zu schreiben was interessant sein könnte. Jetzt erstmal ab zum Flieger.
Tschüssss
Was habe ich gemacht am WE? Nichts London spezifisches jedenfalls :-) Habe meine Zeit in Köln verbracht um mich wie gesagt soweit es geht zu Erholen.
Also, ab morgen wieder mehr zu schreiben was interessant sein könnte. Jetzt erstmal ab zum Flieger.
Tschüssss
Donnerstag, 10. Februar 2011
Donnerstag
Tja, scheisse, heute krank. Wie ich eben geschrieben habe, habe ich gestern in der Westfield Mall mit frei verkäufliche Medis gekauft, die Anfangs auch geholfen haben. Die Nacht war weniger gut und heut morgen noch schlimmer. Stark am schwitzen, Knochenschmerzen, Halsschmerzen... Grippe.. na toll. Also ab nach Hause und nun gehts mir etwas besser nach 1 Liter auf einmal zu trinken, aber meine Nase ist zu. Komplett. Mal sehen wie es mir morgen geht. Ich verlasse heute mal nicht die Bude.
Grüße ausm Krankenzimmer :(
Grüße ausm Krankenzimmer :(
Nachtrag für den Mittwoch
Heute hatte ich mal einen ganzen Patienten, und selbst da wurde noch drüber geschaut. Mir solls recht sein :-) Und endlich auch mal wider gewaschen, hört sich komisch an, aber ich konnte den ans Bett gebundenden Patienten weit über eine Stunde waschen, insgesamt in meiner Schicht mit ihm weit über 2 Stunden quatschen und somit stand ich keine 7 Stunden mehr blöd rum sondern nur 3-4Stunden :-D
Da ich jetzt zugang zum Pyxis habe, durfte ich auch (teilweise ohne Kontrolle.. uiiiii) Tabletten ausschliessen und habe die Pharmacy mehrmals besucht um Medikamente abzuholen. Denn da bin ich auch regestriert mittlerweile und darf also dort Medizin und BTM`s abholen.
Sonst gab es nicht viel Neues zu erzählen. Fühlte mich nicht ganz so gut und bin dann mal in die Westfield Mall gefahren, die nicht weit weg ist von mir und habe mir da Meds besorgt.
Da ich jetzt zugang zum Pyxis habe, durfte ich auch (teilweise ohne Kontrolle.. uiiiii) Tabletten ausschliessen und habe die Pharmacy mehrmals besucht um Medikamente abzuholen. Denn da bin ich auch regestriert mittlerweile und darf also dort Medizin und BTM`s abholen.
Sonst gab es nicht viel Neues zu erzählen. Fühlte mich nicht ganz so gut und bin dann mal in die Westfield Mall gefahren, die nicht weit weg ist von mir und habe mir da Meds besorgt.
Dienstag, 8. Februar 2011
Tag X
Bei der Übernahme des Dienstes oder kurze Zeit später ist leider eine Patientin verstorben. Eine sehr nette Patientin, mit der ich mich gestern noch unterhalten habe. Die Familie hat es mit Fassung hingenommen und ich muss dazu sagen, dass das Team und das Krankenhaus an sich in diesem Falle zu 100% für die Patienten bzw. deren Angehörige da ist. Auch wenn das hart klingt, an solchen Gegebenheiten kann man sehen, wie intakt das Team und die Struktur ist. Und heute war es "erstklassig" auch wenn die Gegebenheit weniger erfreulich war.
Ich habe heut zudem meine Zugangsdaten für den Medikamenten Schrank bekommen. Dieser ist nämlich elektrisch verschlossen und wird über einen PC angesteuert. Man kann nicht mal Paracetamol einfach aus dem Schrank nehmen und dem Patienten in 10sec nehmen oder es in seine Tasche fallen lassen. Ab jetzt muss ich mir selbst Ibuprophen auf die Arbeit nehmen wenn ich mal Kopfschmerzen habe.
( http://www.healthdyne.co.kr/_upload/MedStation(Pyxis).pdf )
so ähnlich sieht das aus (:
Heute waren 60% des Personals asiatisch. Verständigung war okay, aber ich kann ein wenig die Schweizer verstehen, wenn die nörgeln wenn auf einer Station 60% oder mehr Deutsche sind. Aber im ganzen Haus hier würde ich sagen, sind mehr als 50% asiatisch (fast immer von den Philippinen) und insgesamt fürde ich auf 70% nicht UK-Abstammend tippen. Als Pflegekraft ist man in London eigentlich nie arbeitslos, es sei denn man will nicht arbeiten. Was machen die Londoner ohne Ausländer?
Ich war dann heute kurz vor Dienstschluss (14.ooh) auf einer internen Pflichtfortbildung, genannt "Medical Gases", wo mir beigebracht wird, wie ich medizinische Gasflaschen benutze, Wechsel und verwende und wann und wie nicht. Ich habe den Typen der gelabert hat vielleicht zu 40 Prozent (aufgerundet) verstanden, den Test habe ich wohl bestanden am Ende (den praktischen habe ich bestanden *lol*) und bin jetzt offiziell im Umgang mit den Sauerstofflaschen für den Patienten einsetzbar. Toll. Was für ein Erfolgserlebnis....
Ach ja, dann noch mit der DKMS für viel Schotter von meinem Handy angerufen, weil die mich uU brauchen. Da ein Spender für einen deutschen Patienten nicht zur Verfügung steht sehr wahrscheinlich, bin ich in der Liste auf Platz Eins, wenn die kommenden Voruntersuchungen ergeben, das ich A) noch immer passe und ausreichend, und B) ich den Gesundheitscheck bestehe. Da bin ich mal gespannt wieviele Allergien man nur haben darf dafür :-D
Das heisst zudem, mit der Chefin morgen klären in wieweit London mich beurlaubt, zuzahlt usw... Und vor allem welche Methode ich wähle... oh je... aber ich finde sowas is immer noch eine sehr gute Sache!
So, bis morgen :-)
Dave
Ich habe heut zudem meine Zugangsdaten für den Medikamenten Schrank bekommen. Dieser ist nämlich elektrisch verschlossen und wird über einen PC angesteuert. Man kann nicht mal Paracetamol einfach aus dem Schrank nehmen und dem Patienten in 10sec nehmen oder es in seine Tasche fallen lassen. Ab jetzt muss ich mir selbst Ibuprophen auf die Arbeit nehmen wenn ich mal Kopfschmerzen habe.
( http://www.healthdyne.co.kr/_upload/MedStation(Pyxis).pdf )
so ähnlich sieht das aus (:
Heute waren 60% des Personals asiatisch. Verständigung war okay, aber ich kann ein wenig die Schweizer verstehen, wenn die nörgeln wenn auf einer Station 60% oder mehr Deutsche sind. Aber im ganzen Haus hier würde ich sagen, sind mehr als 50% asiatisch (fast immer von den Philippinen) und insgesamt fürde ich auf 70% nicht UK-Abstammend tippen. Als Pflegekraft ist man in London eigentlich nie arbeitslos, es sei denn man will nicht arbeiten. Was machen die Londoner ohne Ausländer?
Ich war dann heute kurz vor Dienstschluss (14.ooh) auf einer internen Pflichtfortbildung, genannt "Medical Gases", wo mir beigebracht wird, wie ich medizinische Gasflaschen benutze, Wechsel und verwende und wann und wie nicht. Ich habe den Typen der gelabert hat vielleicht zu 40 Prozent (aufgerundet) verstanden, den Test habe ich wohl bestanden am Ende (den praktischen habe ich bestanden *lol*) und bin jetzt offiziell im Umgang mit den Sauerstofflaschen für den Patienten einsetzbar. Toll. Was für ein Erfolgserlebnis....
Ach ja, dann noch mit der DKMS für viel Schotter von meinem Handy angerufen, weil die mich uU brauchen. Da ein Spender für einen deutschen Patienten nicht zur Verfügung steht sehr wahrscheinlich, bin ich in der Liste auf Platz Eins, wenn die kommenden Voruntersuchungen ergeben, das ich A) noch immer passe und ausreichend, und B) ich den Gesundheitscheck bestehe. Da bin ich mal gespannt wieviele Allergien man nur haben darf dafür :-D
Das heisst zudem, mit der Chefin morgen klären in wieweit London mich beurlaubt, zuzahlt usw... Und vor allem welche Methode ich wähle... oh je... aber ich finde sowas is immer noch eine sehr gute Sache!
So, bis morgen :-)
Dave
Montag, 7. Februar 2011
National Insurance
Heute musste ich zu einem Termin nur... der hat auch nur etwa 2 Stunden in Anspruch genommen, mit Fahrzeit circa drei. Stunden.
Und zwar musste ich in einem Job Center endlich mal meine NI (National Insurance Nummer) benatragen, damit in Zukunft meine Steuer oder was auch immer regelrecht berechnet werden kann.
Der Typ der mich "bedient" hatte, war erst ein Arschloch, dann aber am Ende dann was netter. Ich habe seine Aussprache nicht verstanden als ich aufgerufen worden bin und als ich verspätet reagiert habe meinte er vor mir in dem Warteraum so das es alle hören konnten, das ich ihn gefälligst nicht wie einen Idioten stehen lassen soll und demnächst meine vier Buchstaben bewegen soll und zuhören muss. Ja, das is mal nett! Richtiger Service. Dafür kriege ich "schon" in 2 Wochen diese wichtige Nummer zugeschickt... *Freu* *Ironie!!!*
Sonst ist heute nichts spannendes passiert, mein Arbeitgeber hielt es nicht für notwendig nach dem Termin arbeiten zu kommen... dann nicht :-) hehe
Bis morgen also liebe Leute :-)
Grüße
der Dave
Und zwar musste ich in einem Job Center endlich mal meine NI (National Insurance Nummer) benatragen, damit in Zukunft meine Steuer oder was auch immer regelrecht berechnet werden kann.
Der Typ der mich "bedient" hatte, war erst ein Arschloch, dann aber am Ende dann was netter. Ich habe seine Aussprache nicht verstanden als ich aufgerufen worden bin und als ich verspätet reagiert habe meinte er vor mir in dem Warteraum so das es alle hören konnten, das ich ihn gefälligst nicht wie einen Idioten stehen lassen soll und demnächst meine vier Buchstaben bewegen soll und zuhören muss. Ja, das is mal nett! Richtiger Service. Dafür kriege ich "schon" in 2 Wochen diese wichtige Nummer zugeschickt... *Freu* *Ironie!!!*
Sonst ist heute nichts spannendes passiert, mein Arbeitgeber hielt es nicht für notwendig nach dem Termin arbeiten zu kommen... dann nicht :-) hehe
Bis morgen also liebe Leute :-)
Grüße
der Dave
Sonntag, 6. Februar 2011
Freitag... Wochenende ich komme
Der Freitag, mein letzter Tag für diese Woche war erstaunlich spät mal beendet gewesen für mich, das erste mal mit einer Überstunde in das Wochenende gelassen worden.
Der Tag fing bis 9h sehr normal an, er sollte eigentlich entspannend werden. Doch gegen kurz nach neun den ersten Notfall Patienten gehabt. Jetzt weiss ich auch wie sich die Notfallklingel auf Station anhört. Dumm finde ich es generell da, das es kein Anzeigesystem auf dem Flur oder bei der Pflegestation gibt, sondern man muss immer auf beiden Seiten der Station schauen, wo es gerade klingelt. Ganz dumm ist es, wie am Freitag, wenn ein KollegeIn die Notfallklingel betätigt.
Der Patient war auf dem Stuhl kollabiert und drohte wohl auch kritisch von seiner Herzleistung zu werden. Eine neuere Kollegin aus Spanien, hatte diesen Patienten betreut und war glaube ich leicht überfordert, aber die "Charge Nurse" hat ihr sehr gut geholfen. Schon wieder was dummes in dem Zusammenhang passiert: Der Reanimationswagen hat nur teilweise funktioniert. Das 3 Kanal EKG mit dem man auch schockt, funktionierte nicht so, wie wir es wollten. Blöd! Techniker kamen und haben es repariert, und zwar direkt. Zum Glück war der Patient von alleine schnell wieder stabil.
Ab da war der Tag dann wieder ruhiger, aber "viel" zu tun für "englische" Verhältnisse. Ich meine, man hätte durch Zeitmanagement mehr Zeit sparen können, aber das wage ich als Neuling sicher nicht anzumerken :-D
Jetzt habe ich gerade 24h in Deutschland verbracht, dank Easy Jet halbwegs bezahlbar weil es spontan war, aber auch die Sch**ss Bahnpreise von London Viktoria Train Station zum Gatwick Flughafen sind teurer geworden, meine ich... ich hatte sonst immer 25Pfund für hin und zurück gezahlt, jetzt sinds 30Pfund schon. Ich muss mal um mehr Geld verhandeln ;-)
So, morgen neuer Tag und neue Woche... ich schreibe wieder
Der Tag fing bis 9h sehr normal an, er sollte eigentlich entspannend werden. Doch gegen kurz nach neun den ersten Notfall Patienten gehabt. Jetzt weiss ich auch wie sich die Notfallklingel auf Station anhört. Dumm finde ich es generell da, das es kein Anzeigesystem auf dem Flur oder bei der Pflegestation gibt, sondern man muss immer auf beiden Seiten der Station schauen, wo es gerade klingelt. Ganz dumm ist es, wie am Freitag, wenn ein KollegeIn die Notfallklingel betätigt.
Der Patient war auf dem Stuhl kollabiert und drohte wohl auch kritisch von seiner Herzleistung zu werden. Eine neuere Kollegin aus Spanien, hatte diesen Patienten betreut und war glaube ich leicht überfordert, aber die "Charge Nurse" hat ihr sehr gut geholfen. Schon wieder was dummes in dem Zusammenhang passiert: Der Reanimationswagen hat nur teilweise funktioniert. Das 3 Kanal EKG mit dem man auch schockt, funktionierte nicht so, wie wir es wollten. Blöd! Techniker kamen und haben es repariert, und zwar direkt. Zum Glück war der Patient von alleine schnell wieder stabil.
Ab da war der Tag dann wieder ruhiger, aber "viel" zu tun für "englische" Verhältnisse. Ich meine, man hätte durch Zeitmanagement mehr Zeit sparen können, aber das wage ich als Neuling sicher nicht anzumerken :-D
Jetzt habe ich gerade 24h in Deutschland verbracht, dank Easy Jet halbwegs bezahlbar weil es spontan war, aber auch die Sch**ss Bahnpreise von London Viktoria Train Station zum Gatwick Flughafen sind teurer geworden, meine ich... ich hatte sonst immer 25Pfund für hin und zurück gezahlt, jetzt sinds 30Pfund schon. Ich muss mal um mehr Geld verhandeln ;-)
So, morgen neuer Tag und neue Woche... ich schreibe wieder
Donnerstag, 3. Februar 2011
Es wird schon mehr...
Heute ist der vierte Tag in Folge, und auch wenn ich auch heute nicht mal annährend ausgelastet war, so war doch mein Arbeitspensum doppelt so hoch wie gestern. Ich gehe wie ein kleiner Schüler an der Hand überall hin mit und trage NULL Verantwortung, die allerdings in weniger als 10 Tag dann plötzlich da ist :-(
Was habe ich denn TATSÄCHLICH heute getan... Vitalszeichenkontrolle (manuell und mit Dinamap -oder so heisst die elektrische Maschiene), ein Fenster mit einer Klemme geschlossen weil der Schlüssel futsch war, Medis unter Kontrolle ausgeschlossen (die Medis werden über einen PC genau auf den Patienten ausgegeben und abgerechnet), Betten bezogen, Kaffee gebrachtm vieeeeel zugeschaut und wieder nur bis 16h gearbeitet während der Rest noch paar Stunden schieben muss bevor meine Kollegen dann um 20.30 das Haus verlassen dürfen. Ich freue mich demnächst wieder 12h Dienste zu schieben. Ohne Witz, ich mag das!
Das Team ist very International... kaum gebürtige EngländerInnen, eine Schweizerin, Portugiesin (wird das so geschrieben), Phillipinen, generell viele aus dem asiatischen Raume (sehr viele), Irland, einige vom Kontigent Afrika (genaue Länder vergess ich immer), Franzosen und eine Französin, eine Spanierin, eine oder zwei aus dem Balkan oder der Umgebung (geschätzt) und paar arabische Schwestern und dann noch ich der deutsche. Manche betonen unnötiger Weise das Cologne ja West-Germany ist... steht die Mauer wieder? Hab ich was verpasst?
Habe heute 431,97 Pfund für die Miete diesen Monats bezahlt, TEUER! Geht auch billiger, aber ich suche erst ne eigene Wohnung oder WG wenn ich weiss das ich wirklich länger bleibe und B) auch die Wahrscheinlichkeit da ist, das ich nach den 6 Monaten Probezeit definitiv übernommen werde (Da es der Klinik wohl aber sehr gut geht und ich mal behaupte nicht der schlechteste zu sein, mache ich mir desswegen keine Großen Sorgen!).
Aufregenster Fall war eigentlich heute, das die Aufkleber von einer arabischen Patienten, die EK`s (rotes Blut) bekommen sollte, nicht mit dem Namen auf der Anforderungen für die EK`s mit unseren Dokumenten übereinstimmten. Obwohl Krankenhausnummer, Geburtsdatum, Blutgruppe usw. übereinstimmten, wurde das Blut nicht gegeben und zur Blutbank zurückgegeben. Dann wurde eine neue Anforderung mit ebenfalls neuem Cross-Check (Blutgruppenbestimmung) abgenommen, dann hat man festgestellt das es im Namen immer noch eine Unregelmäßigkeit gab, weil Ihr Passport (ID) hat nicht mit den Angaben der arabischen Botschaft übereingestimmt, und bis ich das Haus verliess hat Sie noch kein Blut erhalten. Aus zwei Gründen wurde so gehandelt: A) Erlaubt die NHS (National Health System) NICHT, das bei auch nur einem Winzigkleinen Doku Fehler, Medikamente egal welcher Art gegeben werden und B) kann dieses Blutprodukt nicht ordentlich in Rechnung gestellt werden, weil die Botschaft die Rechnung nicht zahlen würde, weil die dann sagen, "Den kennen wir nicht". Alles wird in London doppelt und dreifach gecheckt; oft zurecht wie ich finde, denn Fehler passieren dadurch fast gar nicht.
So, das solls erstmal gewesen sein, will euch nicht nerven! :-)
Bis morgen oder die Tage!
Dave
Was habe ich denn TATSÄCHLICH heute getan... Vitalszeichenkontrolle (manuell und mit Dinamap -oder so heisst die elektrische Maschiene), ein Fenster mit einer Klemme geschlossen weil der Schlüssel futsch war, Medis unter Kontrolle ausgeschlossen (die Medis werden über einen PC genau auf den Patienten ausgegeben und abgerechnet), Betten bezogen, Kaffee gebrachtm vieeeeel zugeschaut und wieder nur bis 16h gearbeitet während der Rest noch paar Stunden schieben muss bevor meine Kollegen dann um 20.30 das Haus verlassen dürfen. Ich freue mich demnächst wieder 12h Dienste zu schieben. Ohne Witz, ich mag das!
Das Team ist very International... kaum gebürtige EngländerInnen, eine Schweizerin, Portugiesin (wird das so geschrieben), Phillipinen, generell viele aus dem asiatischen Raume (sehr viele), Irland, einige vom Kontigent Afrika (genaue Länder vergess ich immer), Franzosen und eine Französin, eine Spanierin, eine oder zwei aus dem Balkan oder der Umgebung (geschätzt) und paar arabische Schwestern und dann noch ich der deutsche. Manche betonen unnötiger Weise das Cologne ja West-Germany ist... steht die Mauer wieder? Hab ich was verpasst?
Habe heute 431,97 Pfund für die Miete diesen Monats bezahlt, TEUER! Geht auch billiger, aber ich suche erst ne eigene Wohnung oder WG wenn ich weiss das ich wirklich länger bleibe und B) auch die Wahrscheinlichkeit da ist, das ich nach den 6 Monaten Probezeit definitiv übernommen werde (Da es der Klinik wohl aber sehr gut geht und ich mal behaupte nicht der schlechteste zu sein, mache ich mir desswegen keine Großen Sorgen!).
Aufregenster Fall war eigentlich heute, das die Aufkleber von einer arabischen Patienten, die EK`s (rotes Blut) bekommen sollte, nicht mit dem Namen auf der Anforderungen für die EK`s mit unseren Dokumenten übereinstimmten. Obwohl Krankenhausnummer, Geburtsdatum, Blutgruppe usw. übereinstimmten, wurde das Blut nicht gegeben und zur Blutbank zurückgegeben. Dann wurde eine neue Anforderung mit ebenfalls neuem Cross-Check (Blutgruppenbestimmung) abgenommen, dann hat man festgestellt das es im Namen immer noch eine Unregelmäßigkeit gab, weil Ihr Passport (ID) hat nicht mit den Angaben der arabischen Botschaft übereingestimmt, und bis ich das Haus verliess hat Sie noch kein Blut erhalten. Aus zwei Gründen wurde so gehandelt: A) Erlaubt die NHS (National Health System) NICHT, das bei auch nur einem Winzigkleinen Doku Fehler, Medikamente egal welcher Art gegeben werden und B) kann dieses Blutprodukt nicht ordentlich in Rechnung gestellt werden, weil die Botschaft die Rechnung nicht zahlen würde, weil die dann sagen, "Den kennen wir nicht". Alles wird in London doppelt und dreifach gecheckt; oft zurecht wie ich finde, denn Fehler passieren dadurch fast gar nicht.
So, das solls erstmal gewesen sein, will euch nicht nerven! :-)
Bis morgen oder die Tage!
Dave
Mittwoch, 2. Februar 2011
3. Tag vorbei
Heute ist mein dritter Tag an der Klinik in London vorbeigegangen und ich muss sagen; überarbeitet habe ich mich nicht. Allerdings bin ich auch noch in der Einarbeitung, bis einschliesslich nächster Woche habe ich keine Patienten zum Glück. Heute durfte ich in der Pharmacy der Klinik mein Handzeichen reinschreiben; das heisst ab jetzt darf ich Medikamente auf Station mit anderen checken und Medis ordern. Na ja, bei einer anderen privaten Klinik muss man dafür ein Workbook ausarbeiten, was ja an sich nicht so schlecht ist, denn ich werde nur grob kontrolliert. Anyway, demnächst gehts dann weiter mit I.V. Sachen und Blutprodukte und dann die Chemos werden dann in paar Monaten folgen.
Zum Team: Das ist super nett und hilfsbereit und man kann und hat sehr viel Spass mit denen. Egal welcher Altersklasse, alle sind in der Regel gut aufgelegt. Die beiden Stationsärzte sind ebenfalls nett, weder überheblich noch herablassend. Die Chefin und der stell. Leiter sind ebenfalls nett, aber immer mehr beschäftigt wie die Mannschaft. Man kann hier an der Klinik für 8 Pfund einen Antrag für ein Fitnesstudio stellen. Das nenn ich mal preiswert. Das is aber ein bissl weg von der Klinik. Aber ansprechbar wohl. Ich muss mir das mal angucken.
Das Patientenklientel ist eher arabisch. Wer zum Cromwell Hospital kommt, der sollte nicht erwarten mit den Patienten das eigene Englisch aufzu polieren, das kann man mehr mit dem Personal tun :-) Dafür kann ich arabisch hier lernen. Ob mir das was in Zukunft bringt sei mal dahingestellt. Aber die Patienten wenn die selbst zahlen, zahlen nur für das Zimmer ohne Medis und Service wohl mindesten 900 Pfund und mehr. Na ja, dafür kann man auch locker ins Hilton "Essen" gehen.
Wie gesagt, viel mache ich noch nicht, die Tage gibts mehr zu schreiben und dann hoffentlich auch mal Bilder!
Viele Grüße
Dave
Zum Team: Das ist super nett und hilfsbereit und man kann und hat sehr viel Spass mit denen. Egal welcher Altersklasse, alle sind in der Regel gut aufgelegt. Die beiden Stationsärzte sind ebenfalls nett, weder überheblich noch herablassend. Die Chefin und der stell. Leiter sind ebenfalls nett, aber immer mehr beschäftigt wie die Mannschaft. Man kann hier an der Klinik für 8 Pfund einen Antrag für ein Fitnesstudio stellen. Das nenn ich mal preiswert. Das is aber ein bissl weg von der Klinik. Aber ansprechbar wohl. Ich muss mir das mal angucken.
Das Patientenklientel ist eher arabisch. Wer zum Cromwell Hospital kommt, der sollte nicht erwarten mit den Patienten das eigene Englisch aufzu polieren, das kann man mehr mit dem Personal tun :-) Dafür kann ich arabisch hier lernen. Ob mir das was in Zukunft bringt sei mal dahingestellt. Aber die Patienten wenn die selbst zahlen, zahlen nur für das Zimmer ohne Medis und Service wohl mindesten 900 Pfund und mehr. Na ja, dafür kann man auch locker ins Hilton "Essen" gehen.
Wie gesagt, viel mache ich noch nicht, die Tage gibts mehr zu schreiben und dann hoffentlich auch mal Bilder!
Viele Grüße
Dave
Montag, 31. Januar 2011
First Day
Der erste Tag heute hat um 9.30am angefangen und um ca. 1pm aufgehört. Wenn ich eine 5 Tage Woche bei vollem Gehalt mit diesen Arbeitszeiten hätte... ich könnte mich niemals beschweren ;-)
Eingekleidet stand heute auf dem Plan (während der Patienten Service mit einem feinen Anzug rumläuft, laufe ich ab morgen mit einem totalen UNstylischen Kittel und einer blauen Hose durchs Haus) und wurde auf der Station herumgeführt.
Das Personal wirkt sehr nett, genauso wie die Administration überaus freundlich und zuvorkommend ist. Jederman wird egal wo und wann freundlich begrüßt. Ich hoffe das ist nicht im Leitfaden aufgenommen und Pflicht das ich 12mio mal am Tag "Hallo wie gehts?" sagen muss...
Das Cromwell Hospital ist ein Privat Krankenhaus der extra Klasse könnte man sagen. Viele Ausländische Selbstzahler kommen und gut betuchte Engländer gehen ein und aus. Die Wagen die vorfahren, könnten alle direkt aus einem Autohaus der Extra Klasse frisch rausgefahren sein.
Ich werde die nächsten zwei Wochen erstmal eingearbeitet, dann kann ich die Tage mehr schreiben was mein Aufgabenfeld genau sein wird und was mich genau erwartet.
Die Station ist eine onkologische Station mit teils hämatologischen Betten. Insgesamt fasst die Station 16 oder 17 Patienten und sowie Daycare, also Tagesklinik mit einer mir noch unbekannten Anzahl von Betten.
Bin mal gespannt
Sonntag, 30. Januar 2011
Angekommen
Hallo Familie, Freunde, Verwandte und Kollegen,
ich bin gut in London angekommen und bin noch bis auf einen hier eingefangenen leichten Schnupfen wohlauf. Der Job fängt morgen erst richtig an und bis jetzt bin ich noch nicht wahnsinnig aufgeregt :-) Denn ich weiß; wenns hier aus welchen Gründen auch immer nicht klappt - , ich finde in Deutschland überall einen Job. Das ist beruhigend zu wissen!
Bankkonto ist bei der HSBC reaktiviert worden und ich muss die Tage wieder hin um mein "Passport" Konto in ein neues umzuwandeln, weil diese Art von Konto nur ein Jahr gültig ist, eigentlich, und das Jahr ist abgelaufen. Zudem muss ich mich ab dem 1.2. Auslandskrankenversichern. Lustig nicht. Als deutscher muss ich ne Auslandversicherung haben wenn ich nach DE fliege.
Einkaufen ist teurer geworden, finde ich. Billig war London noch nie, aber man merkt irgendwie schon das manche Dinge mehr kosten als vor einem Jahr.
ich bin gut in London angekommen und bin noch bis auf einen hier eingefangenen leichten Schnupfen wohlauf. Der Job fängt morgen erst richtig an und bis jetzt bin ich noch nicht wahnsinnig aufgeregt :-) Denn ich weiß; wenns hier aus welchen Gründen auch immer nicht klappt - , ich finde in Deutschland überall einen Job. Das ist beruhigend zu wissen!
Bankkonto ist bei der HSBC reaktiviert worden und ich muss die Tage wieder hin um mein "Passport" Konto in ein neues umzuwandeln, weil diese Art von Konto nur ein Jahr gültig ist, eigentlich, und das Jahr ist abgelaufen. Zudem muss ich mich ab dem 1.2. Auslandskrankenversichern. Lustig nicht. Als deutscher muss ich ne Auslandversicherung haben wenn ich nach DE fliege.
Einkaufen ist teurer geworden, finde ich. Billig war London noch nie, aber man merkt irgendwie schon das manche Dinge mehr kosten als vor einem Jahr.
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