Heute war ein interessanter Tag, da ich nicht den ganzen Tag auf Station verbracht habe, sondern die Hälfte meines 12h Dienstes in der Radiotherapie. Erst geschaut was TomoTherapy ist und wie der Ablauf war und dann Gamma Knife. Das war echt interessant. Bei Gamma Knife wird dem Patienten ein (nicht magnetischer) Metallrahmen an den Kopf geschraubt und dann mit Gamma Strahlen je nach Tumor bestrahlt. Leider durfte ich keine Bilder in der Radiotherapie machen. Wäre cool gewesen. Alle nett und haben mir alle gut was erklärt, auch vor allem die Ärzte. Ich habe auch zugeschaut und den Arzt durchlöschert als ich beim "Einzeichnen" zugeschaut habe. Nach dem der Frame an den Kopf geschraubt wurde, wird ein MRI (MRT) gefahren um zu schauen wo der Tumor ist, wie gross er ist und dann wird das in einen Gamma Knife PC übertragen und dort dann bestimmt und eingezeichnet wie die Bestrahlungspunkte sind. Sieht fast aus wie Adobe Photoshop :)
Gamma Knife musste nur einmal unterbrochen werden weil der Feueralarm ging. Dann musste die Maschiene Notabgeschaltet werden, der Patient aus der "Verankerung" rausgeholt werden und mit dem Personal zusammen dann in eine "Safe Area" gebracht. Das war ein Flur aus dem man schnell Evakuieren kann.
Dann war ich wieder auf Station so gegen 16h und hatte dann heute mal keine Patienten. Denn das hätt sich eh nicht gelohnt. Also allen Kollegen zu gearbeitet. Zudem hat an neuerdings eh keine Patienten mehr die man alleine betreut. Seit heute sind die Mitarbeiter in Team A und Team B eingeteilt und wenn ein Team mist baut dann muss es das ganze Team ausbaden. Ich kann mich damit definitiv nicht identifizieren und ich bin mir mit paar Kollegen ziemlich sicher, das es in UK nicht möglich ist, wenn etwas vergessen worden ist, dann ist die Leitung dran, weil niemals "ein Team" von drei Personen oder vieren zur Rechenschaft gezogen werden kann. Mal schauen wie lange das gut geht.
Was ist sonst gutes gelaufen heute ? Ach ja, vor paar Tagen ist eine junge Patientin verstorben und es gab wieder eine Feedback Runde mit dem palliativ Dienst der Station und einem Palliativ Arzt. Zur Team Motivation ist es ganz gut und um nochmal zu schauen, was man in Zukunft verbessern kann. In diesem Falle nichts. Alles ist einwandfrei gelaufen, also von Pflege- und Arztseite aus.
So, bis die Tage, mal sehen wie es weiter auf Station läuft... bin ja an sich sehr zufrieden :)
Mittwoch, 23. März 2011
Freitag, 18. März 2011
Die letzten Tage
Hallo zusammen,
also, was ist so die letzten Tage passiert, ausser das ich mal wieder in Deutschland war?
Die Tage können auch sehr stressig werden stelle ich mehr und mehr fest, was ich aber erwartet habe. Ich werde mich so schnell nicht körperlich anstrengen müssen, dazu besteht irgendwie nie ein Grund, aber da mein Englisch weit davon entfernt ist, perfekt oder sehr gut zu sein, muss ich mich die vollen zwölf Stunden konzentrieren. Das ist anstrengend. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das es letztes Jahr bei Harley Street einfacher war für meinen Kopp. Aber ein positives hat es, mein englisch wird "a bit better every day " (-;
Mir sind es eindeutig zu wenige Hämatologische Patienten hier, sprich, Patienten die eine blutbildene Erkrankung haben wie akute Leukämien. Es ist zwar sehr gut, ein breites Spektrum kennen zu lernen und es ist auch das was ich wollte, mich weiter zu entwickeln was ich hier einwandfrei tun kann, aber speziell im Hämatologischen Bereich werde ich so schnell nichts neues Lernen hier.
Die Onkologische Station auf der ich arbeite behandelt so zu sagen alles was in die Onko-Kiste gehört:
-Brustkrebs
-Leukämien, NHL, HL, unklare Anämien
-Darm CA
-Ösophagus CA
-Hodenkrebs
-wirklich alles was in den Bereich Tumor/ Krebs/ Onkologie fällt
Die Versorgung der Patienten ist einwandfrei, von der ärztlich, von der pflegerischen und von der physiotherapeutischen Seite aus. Die privaten Krankenhäuser bieten die beste pflegerische Versorgung der Patienten die man sich nur Vorstellen kann. Ich bin zum Glück aber auch froh, das festgehalten ist, das man sich als Pflegekraft nicht wie ein Arsch behandeln lassen muss. Das kann ab und zu mal mal passieren, wenn "Spezielle" Patienten denken sie wären wirklich ein König. Dann wird denen zum Glück gesagt dass das Personal da ist um zu helfen und zu arbeiten, aber keine persönlichen Sklaven sind.
Von der medizinischen Seite aus, werden soweit ich weiss, alle Patienten in England gleich behandelt. Wenn ein Patient in einem NHS Krankenhaus mit einer onkologischen Erkrankung liegt, wird dieser mit den selben medizinischen Standarts versorgt, wie ein Privatpatient bei uns.
Was finde ich speziell an der Privat Klinik an der ich arbeite gut?
-Ich mag die zwölf Stunden Schichten. Dadurch kann ich mir einamal im Monat 5 Tage frei am Stück wünschen ohne Urlaub nehmen zu müssen und arbeite dann trotzdem nie mehr 3 Tage am Stück, höchstens mal vier Tage freiwillig um am 4. Tag einen dicken Bonus zu kassieren (was sich WIRKLICH lohnt!!).
-Pausen; da ich 12h arbeite, achtet die Nurse in Charge und alle anderen Erfahrenen Mitarbeiter darauf, das die neuen lernen, Ihre Pausen zu nehmen. Später achtet man da nicht mehr so darauf, aber man wird dazu gebracht, einfach die Pause zu nehmen. Wihtigste arbeiten erledigen, dann kurze Übergabe an die Kollegen und ab in die Pause. Und davon gibt es drei: Breakfast, Lunch und Dinner. Nett!
-Die Anzahl der Patienten. Für mich, der nicht sehr gut oder perfekt Englisch spricht, fange ich nach 1-2 Wochen mit einem Patienten an, zwei Tage später mit 2 und nach einer Woche dann mit meinen "vollen drei" Patienten. Für mich war das eine totale Unterforderung, da ich nichts machen durfte. Und damit meine ich NICHTS. Keine Infusionen oder sonstige I.V. Gaben, keine Chemo Tabletten geben, keine Chemos aus der Zytostatika Abteilung abholen, keine Verbandswechsel, keine Blutprodukte abholen, vorbereiten oder verabreichen. Nur einfach Tabletten aus dem Medis Schrank durfte ich nach 2 Wochen Einarbeitung selbstständig verabreichen.
-Die Induktion Days: Das sind bei dem privaten Krankenhaus hier, spezielle Einführungstage, die mich dazu befähigen, I.V. Sachen (Infusionen, Antibiotika, usw) anzuhängen, Umgang mit medizinischen Geräten, Blutprodukte, Crash Trolley (Notfallwagen) und andere Gegebenheite der Klinik.
-Das Team, es erinnert mich an die Ebene 16 der Uniklinik Köln (die ich übrigends auch sehr vermisse!! Danke euch nochmals Ebene 16! Es war eine wirklich schöne Zeit mit euch!!).
Das Team ist sehr kompetent, freundlich, hält zusammen, man kann viel Spass haben auch wärend der Schicht und einem wird immer geholfen.
-Die Kompetenz mit der die Mitarbeiter Fortgebildet werden. Einige Healt-Care-Assistant haben weit mehr wissen als ich. Das hat mich erst sehr verwundert und mich (so dachte ich schlecht dargestellt). HCA sind sowas wie Pflegehelfer, die KEINE medizinische Ausbildung haben, sonder nur darin ausgebildet werden wie man lagert, wäscht, Betten macht und kleinere organisatorische Dinge auf Station. Aber diese Mitarbeiter können trotzdem an Fortbildungen teilnehmen (interne) was die auch meist tun und je nach Erfahrungsjahre haben die verdammt viel Ahnung nd bringen selbst mir oft was bei.
-Fortbildungen sind das A und O jeder Klinik und vor allem der Privaten Kliniken oder den Unikliniken in England. Denn die Privaten werben damit um private Selbstzahler und die großen Kliniken werben damit um Internationale Anerkennung.
Ohne den deutschen Schwestern und Pflegern auf den Schlips zu treten, aber vom Fachwissen über Chemotherapien und Abläufe der meisten Pläne, sowie Nebenwirkungen und Notfallbehandlung, können die meisten englischen Pflegekräfte aus dem Schlaf alles zitieren. Das liegt allerdings auch daran, um die deutsche Seite in Schutz zu nehmen, das nicht wie auf der Eb16 zwölf Ärzte (auf dem Papier) auf Station exestieren, sondern für eine Anzahl von dreißig Patienten dann vieleicht 2, maximal drei da sind. Die Pflege ist für die ganze medizinische Arbeit verantwortlich, was für mich als deutschen nicht von Anfang an ein Geschenk ist. Denn das bedeutet mich selbst Fortbilden, belesen und ordentlich aufpassen auf Arbeit.
Aber nicht alles was so schön sich anhört, ist auch immer schön! Das muss ich ehrlich dazu sagen. Zwar legen die Engländer höchsten Wert auf Sicherheit und Hygiene, aber manches macht auch null Sinn und was die Sicherheit angeht, ist vieles nur auch in Privat Kliniken zu machen.
Zum Beispiel werden alle Patienten die eine vesikante Therapie bekommen (das sind Therapien, die das Gewebe zerstören, sobald die Flüssigkeit nicht in die Vene, sondern in das Gewebe geht. Dies kann zu Amputationen führen), von einer Person (idR Pflegekraft nicht HCA) die ganze Zeit überwacht, mindestens aber in einem sehr kurzen Zeitabstand (alle 10min etwa). Ob das in einem NHS Hospital auch so ist wage ich zu bezweifeln.
Den Patienten wird hier manchmal viel zu viel Verantwortung abgenommen. Die dürfen für jeden Mist schellen, was überhaupt nicht sinnvoll ist zum Beispiel. Nicht weil ich keinen Bock habe für jeden Mist zu laufen (obwohl... doch ich habe was dagegen), sondern weil die Patienten hier definitiv zu wenig laufen und sich viel zu wenig bewegen. Das ist zum Glück im NHS Krankenhäusern wohl anders. Ein relativ Selbstständiger Patient wollte vor zwei Wochen das ich ihn füttere und die Zähne putze, dabei war der A) im Kopf fit und klar und B) hatte er keinen einzigen Schaden an seine Hände. Er sagte nur, dann würde er sich besser fühlen. Schwul war er auch nicht, also wollte er mich schonmal nicht anmachen. Aber so ist das manchmal mit Mega Privat Patienten.
Zu dem Thema Hygiene muss ich sagen, das ich hier in den 8 Wochen keine einzige ZVK, Port oder Viggo Infektion gesehen habe. Und das, obwohl ich nicht alle Hygienischen Maßnahmen verstehe. Bei jedem Verbandswechsel wird ein steriles Verbandssets benutzt (was irgendwie Schwachsinn und Geldverschwendung ist) aber dann nicht steril damit gearbeitet (in meinem deutsche Sinne jedenfalls net). Es werden mit den (zwar desinfizierten Findern) in das sterile Verbandsset hereingegriffen um noch Sachen aufzumachen, Ampullen die nicht steril verpackt sind werden auf das sterile Verbandsset geworfenn, mit den sterilen Handschuhen werden sehr oft Stellen des Ports/ ZVK`s berührt, die man hätte mal vorher desinfizieren sollte... komich sind die Engländer in dem Punkt.
Ach ja, was muss ich denn so machen die Tage... ich hatte immer drei Patienten und es war anstregend, da ich auf eigene Faust Patienten zu insgesamt zwei Port Implantationen in die Angio bringen musste und mich erst durch die verdammte Doku kämfen musste. Denn die Engländer stehen den deutschen in dem Thema Bürokratie in nichts nach. Ich würde sogar sagen die liegen weeeeit vor uns. EIn Hoch auf Deutschland. Denn ich muss in einem Prä-OP Plan den die Pflege auf Station ausfüllt, undgelogen, dreimal unterschreiben, dreimal auch meine Funktion angeben und alle Fragen gibt es in dem selben Bogen zweimal. Sehr viel an der ganzen Doku im ganzen Hause ist total NICHT-Sinnvoll!! In dem Punkt liebe Deutsche, ist es schöner in Kölle! Denn durch die massive Doku, ist es selbst für eingefleischte Engländer, schwierig, immer alles richtig zu machen, und wenn man mal was vergisst auszufüllen, kann das in 10 Jahren nochmal zum Verhängnis werden.
Der Tag gestern war mit Abstand der unschönste. Denn auch in England sterben Patienten und diese Nacht hat es (sehr wahrscheinlich) eine junge Patientin getroffen. Gestern so gegen Mittag sagte ein HCA Mitarbeiter zu mir ob ich mal ins Zimmer kommen könnte und da saß dann eine junge Patientin mit einer Brechschale in der Hand und beklagte sich über Massivste Schmerzen und Übelkeit und der Bauch war unnormal angeschwollen (Magen CA). Sie sah auch sehr "ungesund" aus also bin ich sofort ins Pflegebüro gegangen und habe das Meeting der Ärzte und der leitenden Pflegekräfte dreister weise unterbrochen und betont kommen zu müssen und eine Minute später hat die Patientin dann massiv Blut Erbrochen. Der Zustand wurde bis zu meinem Dienstende immer schlechter. Sie ist NFR, das heisst "not for resus" , also keine Reanimation mehr, aber trotzdem wurden noch mehrere Blutkonserven gegeben und vor allem starke Schmerzmittel und Beruhigungsmittel. Da die anwesende Mutter kein Englisch und Ausnahmsweise auch kein Arabisch konnte, musste ein spezieller Dolmetscher organisiert werden (war dann glaube ich eine Küchenkraft). Was es so hart machte war, das eigentlich Ihre Tochter mit dem Ehemann, der in der Heimat war um Sie abzuholen, heute kommen sollte damit Sie komplett nochmal als Familie vereint sind. Ich hoffe Sie hat es bis heute geschafft! Denn das war Ihr sehr wichtig.
Heute erhole ich mich von den zwei anstrengenden Diensten, die ungelogen auch mal Anstrengend waren.
Bis die Tage,
der
Dave
also, was ist so die letzten Tage passiert, ausser das ich mal wieder in Deutschland war?
Die Tage können auch sehr stressig werden stelle ich mehr und mehr fest, was ich aber erwartet habe. Ich werde mich so schnell nicht körperlich anstrengen müssen, dazu besteht irgendwie nie ein Grund, aber da mein Englisch weit davon entfernt ist, perfekt oder sehr gut zu sein, muss ich mich die vollen zwölf Stunden konzentrieren. Das ist anstrengend. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das es letztes Jahr bei Harley Street einfacher war für meinen Kopp. Aber ein positives hat es, mein englisch wird "a bit better every day " (-;
Mir sind es eindeutig zu wenige Hämatologische Patienten hier, sprich, Patienten die eine blutbildene Erkrankung haben wie akute Leukämien. Es ist zwar sehr gut, ein breites Spektrum kennen zu lernen und es ist auch das was ich wollte, mich weiter zu entwickeln was ich hier einwandfrei tun kann, aber speziell im Hämatologischen Bereich werde ich so schnell nichts neues Lernen hier.
Die Onkologische Station auf der ich arbeite behandelt so zu sagen alles was in die Onko-Kiste gehört:
-Brustkrebs
-Leukämien, NHL, HL, unklare Anämien
-Darm CA
-Ösophagus CA
-Hodenkrebs
-wirklich alles was in den Bereich Tumor/ Krebs/ Onkologie fällt
Die Versorgung der Patienten ist einwandfrei, von der ärztlich, von der pflegerischen und von der physiotherapeutischen Seite aus. Die privaten Krankenhäuser bieten die beste pflegerische Versorgung der Patienten die man sich nur Vorstellen kann. Ich bin zum Glück aber auch froh, das festgehalten ist, das man sich als Pflegekraft nicht wie ein Arsch behandeln lassen muss. Das kann ab und zu mal mal passieren, wenn "Spezielle" Patienten denken sie wären wirklich ein König. Dann wird denen zum Glück gesagt dass das Personal da ist um zu helfen und zu arbeiten, aber keine persönlichen Sklaven sind.
Von der medizinischen Seite aus, werden soweit ich weiss, alle Patienten in England gleich behandelt. Wenn ein Patient in einem NHS Krankenhaus mit einer onkologischen Erkrankung liegt, wird dieser mit den selben medizinischen Standarts versorgt, wie ein Privatpatient bei uns.
Was finde ich speziell an der Privat Klinik an der ich arbeite gut?
-Ich mag die zwölf Stunden Schichten. Dadurch kann ich mir einamal im Monat 5 Tage frei am Stück wünschen ohne Urlaub nehmen zu müssen und arbeite dann trotzdem nie mehr 3 Tage am Stück, höchstens mal vier Tage freiwillig um am 4. Tag einen dicken Bonus zu kassieren (was sich WIRKLICH lohnt!!).
-Pausen; da ich 12h arbeite, achtet die Nurse in Charge und alle anderen Erfahrenen Mitarbeiter darauf, das die neuen lernen, Ihre Pausen zu nehmen. Später achtet man da nicht mehr so darauf, aber man wird dazu gebracht, einfach die Pause zu nehmen. Wihtigste arbeiten erledigen, dann kurze Übergabe an die Kollegen und ab in die Pause. Und davon gibt es drei: Breakfast, Lunch und Dinner. Nett!
-Die Anzahl der Patienten. Für mich, der nicht sehr gut oder perfekt Englisch spricht, fange ich nach 1-2 Wochen mit einem Patienten an, zwei Tage später mit 2 und nach einer Woche dann mit meinen "vollen drei" Patienten. Für mich war das eine totale Unterforderung, da ich nichts machen durfte. Und damit meine ich NICHTS. Keine Infusionen oder sonstige I.V. Gaben, keine Chemo Tabletten geben, keine Chemos aus der Zytostatika Abteilung abholen, keine Verbandswechsel, keine Blutprodukte abholen, vorbereiten oder verabreichen. Nur einfach Tabletten aus dem Medis Schrank durfte ich nach 2 Wochen Einarbeitung selbstständig verabreichen.
-Die Induktion Days: Das sind bei dem privaten Krankenhaus hier, spezielle Einführungstage, die mich dazu befähigen, I.V. Sachen (Infusionen, Antibiotika, usw) anzuhängen, Umgang mit medizinischen Geräten, Blutprodukte, Crash Trolley (Notfallwagen) und andere Gegebenheite der Klinik.
-Das Team, es erinnert mich an die Ebene 16 der Uniklinik Köln (die ich übrigends auch sehr vermisse!! Danke euch nochmals Ebene 16! Es war eine wirklich schöne Zeit mit euch!!).
Das Team ist sehr kompetent, freundlich, hält zusammen, man kann viel Spass haben auch wärend der Schicht und einem wird immer geholfen.
-Die Kompetenz mit der die Mitarbeiter Fortgebildet werden. Einige Healt-Care-Assistant haben weit mehr wissen als ich. Das hat mich erst sehr verwundert und mich (so dachte ich schlecht dargestellt). HCA sind sowas wie Pflegehelfer, die KEINE medizinische Ausbildung haben, sonder nur darin ausgebildet werden wie man lagert, wäscht, Betten macht und kleinere organisatorische Dinge auf Station. Aber diese Mitarbeiter können trotzdem an Fortbildungen teilnehmen (interne) was die auch meist tun und je nach Erfahrungsjahre haben die verdammt viel Ahnung nd bringen selbst mir oft was bei.
-Fortbildungen sind das A und O jeder Klinik und vor allem der Privaten Kliniken oder den Unikliniken in England. Denn die Privaten werben damit um private Selbstzahler und die großen Kliniken werben damit um Internationale Anerkennung.
Ohne den deutschen Schwestern und Pflegern auf den Schlips zu treten, aber vom Fachwissen über Chemotherapien und Abläufe der meisten Pläne, sowie Nebenwirkungen und Notfallbehandlung, können die meisten englischen Pflegekräfte aus dem Schlaf alles zitieren. Das liegt allerdings auch daran, um die deutsche Seite in Schutz zu nehmen, das nicht wie auf der Eb16 zwölf Ärzte (auf dem Papier) auf Station exestieren, sondern für eine Anzahl von dreißig Patienten dann vieleicht 2, maximal drei da sind. Die Pflege ist für die ganze medizinische Arbeit verantwortlich, was für mich als deutschen nicht von Anfang an ein Geschenk ist. Denn das bedeutet mich selbst Fortbilden, belesen und ordentlich aufpassen auf Arbeit.
Aber nicht alles was so schön sich anhört, ist auch immer schön! Das muss ich ehrlich dazu sagen. Zwar legen die Engländer höchsten Wert auf Sicherheit und Hygiene, aber manches macht auch null Sinn und was die Sicherheit angeht, ist vieles nur auch in Privat Kliniken zu machen.
Zum Beispiel werden alle Patienten die eine vesikante Therapie bekommen (das sind Therapien, die das Gewebe zerstören, sobald die Flüssigkeit nicht in die Vene, sondern in das Gewebe geht. Dies kann zu Amputationen führen), von einer Person (idR Pflegekraft nicht HCA) die ganze Zeit überwacht, mindestens aber in einem sehr kurzen Zeitabstand (alle 10min etwa). Ob das in einem NHS Hospital auch so ist wage ich zu bezweifeln.
Den Patienten wird hier manchmal viel zu viel Verantwortung abgenommen. Die dürfen für jeden Mist schellen, was überhaupt nicht sinnvoll ist zum Beispiel. Nicht weil ich keinen Bock habe für jeden Mist zu laufen (obwohl... doch ich habe was dagegen), sondern weil die Patienten hier definitiv zu wenig laufen und sich viel zu wenig bewegen. Das ist zum Glück im NHS Krankenhäusern wohl anders. Ein relativ Selbstständiger Patient wollte vor zwei Wochen das ich ihn füttere und die Zähne putze, dabei war der A) im Kopf fit und klar und B) hatte er keinen einzigen Schaden an seine Hände. Er sagte nur, dann würde er sich besser fühlen. Schwul war er auch nicht, also wollte er mich schonmal nicht anmachen. Aber so ist das manchmal mit Mega Privat Patienten.
Zu dem Thema Hygiene muss ich sagen, das ich hier in den 8 Wochen keine einzige ZVK, Port oder Viggo Infektion gesehen habe. Und das, obwohl ich nicht alle Hygienischen Maßnahmen verstehe. Bei jedem Verbandswechsel wird ein steriles Verbandssets benutzt (was irgendwie Schwachsinn und Geldverschwendung ist) aber dann nicht steril damit gearbeitet (in meinem deutsche Sinne jedenfalls net). Es werden mit den (zwar desinfizierten Findern) in das sterile Verbandsset hereingegriffen um noch Sachen aufzumachen, Ampullen die nicht steril verpackt sind werden auf das sterile Verbandsset geworfenn, mit den sterilen Handschuhen werden sehr oft Stellen des Ports/ ZVK`s berührt, die man hätte mal vorher desinfizieren sollte... komich sind die Engländer in dem Punkt.
Ach ja, was muss ich denn so machen die Tage... ich hatte immer drei Patienten und es war anstregend, da ich auf eigene Faust Patienten zu insgesamt zwei Port Implantationen in die Angio bringen musste und mich erst durch die verdammte Doku kämfen musste. Denn die Engländer stehen den deutschen in dem Thema Bürokratie in nichts nach. Ich würde sogar sagen die liegen weeeeit vor uns. EIn Hoch auf Deutschland. Denn ich muss in einem Prä-OP Plan den die Pflege auf Station ausfüllt, undgelogen, dreimal unterschreiben, dreimal auch meine Funktion angeben und alle Fragen gibt es in dem selben Bogen zweimal. Sehr viel an der ganzen Doku im ganzen Hause ist total NICHT-Sinnvoll!! In dem Punkt liebe Deutsche, ist es schöner in Kölle! Denn durch die massive Doku, ist es selbst für eingefleischte Engländer, schwierig, immer alles richtig zu machen, und wenn man mal was vergisst auszufüllen, kann das in 10 Jahren nochmal zum Verhängnis werden.
Der Tag gestern war mit Abstand der unschönste. Denn auch in England sterben Patienten und diese Nacht hat es (sehr wahrscheinlich) eine junge Patientin getroffen. Gestern so gegen Mittag sagte ein HCA Mitarbeiter zu mir ob ich mal ins Zimmer kommen könnte und da saß dann eine junge Patientin mit einer Brechschale in der Hand und beklagte sich über Massivste Schmerzen und Übelkeit und der Bauch war unnormal angeschwollen (Magen CA). Sie sah auch sehr "ungesund" aus also bin ich sofort ins Pflegebüro gegangen und habe das Meeting der Ärzte und der leitenden Pflegekräfte dreister weise unterbrochen und betont kommen zu müssen und eine Minute später hat die Patientin dann massiv Blut Erbrochen. Der Zustand wurde bis zu meinem Dienstende immer schlechter. Sie ist NFR, das heisst "not for resus" , also keine Reanimation mehr, aber trotzdem wurden noch mehrere Blutkonserven gegeben und vor allem starke Schmerzmittel und Beruhigungsmittel. Da die anwesende Mutter kein Englisch und Ausnahmsweise auch kein Arabisch konnte, musste ein spezieller Dolmetscher organisiert werden (war dann glaube ich eine Küchenkraft). Was es so hart machte war, das eigentlich Ihre Tochter mit dem Ehemann, der in der Heimat war um Sie abzuholen, heute kommen sollte damit Sie komplett nochmal als Familie vereint sind. Ich hoffe Sie hat es bis heute geschafft! Denn das war Ihr sehr wichtig.
Heute erhole ich mich von den zwei anstrengenden Diensten, die ungelogen auch mal Anstrengend waren.
Bis die Tage,
der
Dave
Dienstag, 8. März 2011
Ein anstrengender Dienst
Der gestrige Tag war für mich bisher der anstrengenste, und dabei hatte ich diesmal nicht einen speziellen Patienten der eine intensive Betreuung vorraussetzt.
Der Tag fing so schön ruhig an. Meinen dreien ging es eigentlich ganz gut. Eine Schmerzpatienten bei die aber schon an einen Hospitzdienst angeschlossen ist, einen arbaischen Patienten der null Englisch kann und eine schwerhörige nette ältere Dame die immer vergisst ihr Hörgerät einzustellen oder es absichtlich immer rausnimmt und man dann schreien darf im Zimmer.
Meine ersten beiden Pausen habe ich zu normalen Zeiten nehmen können, die dritte gestern leider gar nicht. Die Kollegen hatten viel zu tun wesswegen ich denen geholfen habe und dann hatte ich selbst sehr viel zu tun.. so eine Schande aber auch.
Eine Patientin, die mit den Schmerzen :-) , hatte nach Ihrer Bestrahlung diverse male erhöhte Temperatur und teils auch über 38,0°C, zudem tachycardic und bradycard. Der HB war unter 10 oder sogar neun und Sie sollte eigentlich auftransfundiert werden (Bluttransfusionen). Da aber am Krankenhaus eine Bluttransfusion ab einer Temperaturschwankung von 0.5 Grad gestoppt werden muss, und bei einem Fieberanstieg sowieso, und dies bei dieser Patientin zu erwarten war, wurde gestern die Blutkonserven nicht gegeben sondern auf heute verschoben. Im Chest X-Ray welches gestern am frühen Abend gelaufen ist, ist festgestellt worden das Sie linksseitig Pleuraergüsse hat, bzw. einen größeren wohl. Dies erklärte (mit dem HB denke ich) die schlechte Sauerstoffsättigung, wesswegen Sie dann auch 2-3 L Sauerstoff laufen hat. Was ich noch gut finde ist, im Nachtdienst werden KEINE Bluttransfusionen gegeben, da die Hospital Policy sagt, das diese im Tagdienst bis 21,ooh (meine ich) laufen müssen, damit bei einem Transfusionszwischenfall, genügend Personal zugegen ist, was im Nachtdienst mal nicht der Fall sein kann. Dies gilt übrigends auch für Chemotheapien aus dem selben Grund. Ich persönlich finde dies gut! Der Patient hat eine relativ ruhige Nacht und der Nachtdienstarzt bzw. die Pflegekräfte weniger Stress.
Wie dem auch sei, somit war mein Abend bis 21.ooh ausgefüllt (obwohl ich um 20.30h raus sein sollte weil dann Dienstschluss is... tz tz tz ). Aber sonst konnte ich nicht klagen.
Am Montag war eine kleine interne Fortbildung. Da kam jemand vom Gamma Knife (Radiotherapy) und erklärte uns, welche Nebenwirkungen dabei bzw. danach auftreten, welche Medikamente bei der Behandlung teils angewendet werden und natürlich wie wir die Patienten (Dokumente, Medis) vorbereiten müssen.
So, das wars mal wieder. Sitze gerade im Gatwick Express zum Gatwick Flughafen und werde meinen Geburtstag heute in DE verbringen :-)
Tschau
Der Tag fing so schön ruhig an. Meinen dreien ging es eigentlich ganz gut. Eine Schmerzpatienten bei die aber schon an einen Hospitzdienst angeschlossen ist, einen arbaischen Patienten der null Englisch kann und eine schwerhörige nette ältere Dame die immer vergisst ihr Hörgerät einzustellen oder es absichtlich immer rausnimmt und man dann schreien darf im Zimmer.
Meine ersten beiden Pausen habe ich zu normalen Zeiten nehmen können, die dritte gestern leider gar nicht. Die Kollegen hatten viel zu tun wesswegen ich denen geholfen habe und dann hatte ich selbst sehr viel zu tun.. so eine Schande aber auch.
Eine Patientin, die mit den Schmerzen :-) , hatte nach Ihrer Bestrahlung diverse male erhöhte Temperatur und teils auch über 38,0°C, zudem tachycardic und bradycard. Der HB war unter 10 oder sogar neun und Sie sollte eigentlich auftransfundiert werden (Bluttransfusionen). Da aber am Krankenhaus eine Bluttransfusion ab einer Temperaturschwankung von 0.5 Grad gestoppt werden muss, und bei einem Fieberanstieg sowieso, und dies bei dieser Patientin zu erwarten war, wurde gestern die Blutkonserven nicht gegeben sondern auf heute verschoben. Im Chest X-Ray welches gestern am frühen Abend gelaufen ist, ist festgestellt worden das Sie linksseitig Pleuraergüsse hat, bzw. einen größeren wohl. Dies erklärte (mit dem HB denke ich) die schlechte Sauerstoffsättigung, wesswegen Sie dann auch 2-3 L Sauerstoff laufen hat. Was ich noch gut finde ist, im Nachtdienst werden KEINE Bluttransfusionen gegeben, da die Hospital Policy sagt, das diese im Tagdienst bis 21,ooh (meine ich) laufen müssen, damit bei einem Transfusionszwischenfall, genügend Personal zugegen ist, was im Nachtdienst mal nicht der Fall sein kann. Dies gilt übrigends auch für Chemotheapien aus dem selben Grund. Ich persönlich finde dies gut! Der Patient hat eine relativ ruhige Nacht und der Nachtdienstarzt bzw. die Pflegekräfte weniger Stress.
Wie dem auch sei, somit war mein Abend bis 21.ooh ausgefüllt (obwohl ich um 20.30h raus sein sollte weil dann Dienstschluss is... tz tz tz ). Aber sonst konnte ich nicht klagen.
Am Montag war eine kleine interne Fortbildung. Da kam jemand vom Gamma Knife (Radiotherapy) und erklärte uns, welche Nebenwirkungen dabei bzw. danach auftreten, welche Medikamente bei der Behandlung teils angewendet werden und natürlich wie wir die Patienten (Dokumente, Medis) vorbereiten müssen.
So, das wars mal wieder. Sitze gerade im Gatwick Express zum Gatwick Flughafen und werde meinen Geburtstag heute in DE verbringen :-)
Tschau
Mittwoch, 2. März 2011
Dienstag 1.3.2011
Der heutige Tag war ganz schön anstrengend... puhhh :-D
Ich hatte drei Patienten (ganz viele) und mit denen ne Menge zu tun. Der eine wurde entlassen und ich hatte nur die Hälfte den Plan davon was ich alles machen musste, dann hatte ich eine Patientin die bekam eine Kyphoplastik, und nichts war vorbereitet (an diese Stelle Danke liebe Kollegen!) und da der Eingriff um 9.30 morgends war durfte ich alles vorbereiten und hatte auch hier null Plan und die Nurse in Charge war leider auch sehr knapp mit den Antworten leider. Und der dritte Patient hat mich wegen seiner Pflegebedürftigkeit (die auch berechtigt ist) sehr auf Trapp gehalten.
Und ich muss echt anfangen arabisch zu lernen. Ich würde darauf tippen das ca. 80% aller Patienten arabischer Abstammung sind und davon nochmal 70% und mehr kein englisch können. Na ja, muss man im privaten Krankenhaus leider auch nicht. Ich bin ja für neue Sachen und Sprachen offen :-D
Der Dienst war aber in soweit ganz okay, da das Team super war. Viel Spass gehabt und gelacht und viel Hilfe bekommen, desswegen kann ich im allgemeinen nicht klagen.
Jetzt erst mal paar Tage frei und ich versuche mal in diesen Tagen eine Picasa Webgallerie mit London Bildern hochzuladen.
Viele Grüße aus London,
Dave
Ich hatte drei Patienten (ganz viele) und mit denen ne Menge zu tun. Der eine wurde entlassen und ich hatte nur die Hälfte den Plan davon was ich alles machen musste, dann hatte ich eine Patientin die bekam eine Kyphoplastik, und nichts war vorbereitet (an diese Stelle Danke liebe Kollegen!) und da der Eingriff um 9.30 morgends war durfte ich alles vorbereiten und hatte auch hier null Plan und die Nurse in Charge war leider auch sehr knapp mit den Antworten leider. Und der dritte Patient hat mich wegen seiner Pflegebedürftigkeit (die auch berechtigt ist) sehr auf Trapp gehalten.
Und ich muss echt anfangen arabisch zu lernen. Ich würde darauf tippen das ca. 80% aller Patienten arabischer Abstammung sind und davon nochmal 70% und mehr kein englisch können. Na ja, muss man im privaten Krankenhaus leider auch nicht. Ich bin ja für neue Sachen und Sprachen offen :-D
Der Dienst war aber in soweit ganz okay, da das Team super war. Viel Spass gehabt und gelacht und viel Hilfe bekommen, desswegen kann ich im allgemeinen nicht klagen.
Jetzt erst mal paar Tage frei und ich versuche mal in diesen Tagen eine Picasa Webgallerie mit London Bildern hochzuladen.
Viele Grüße aus London,
Dave
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